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Lieblingslinks | Juli

3. August 2018
Lieblingslinks | Juli

Der Juli stand ganz unter dem Motto der „Wiedereingliederung“. Wieso? Herr Wallygusto und ich haben knapp drei wundervollen Urlaub in Südengland verbracht. Strahlender Sonnenschein & Cream Tea am laufenden Band können einen die Rückkehr nach Deutschland und ins Berufsleben schon erheblich erschweren. Aber irgendwo muss das Geld für den Nächsten Urlaub ja herkommen. Ansonsten fand ich unter anderem Fakten über die Avocado recht interessant. Und habe aus der Ferne das Ergebnis des Galopp-Derbys in Hamburg mitverfolgt. Unter anderem. ;-)

  • Als meine Mutter und ich vor über 20 Jahren das erste Mal eine Avocado auf dem Teller liegen hatten, wussten wir beide nicht, was wir damit tun sollen. Inzwischen erfreut sich die mexikanische Beere in Deutschland größter Beliebtheit – auch wenn ihre Energiebilanz erschütternd ist. Ich esse daher kaum noch Avocado, die bittere Wunderfrucht.
  • Dass The Lost Gardens of Heligan wunderschön sind, können Herr Wallygusto und ich inzwischen bestätigen. Ein Platz unter den 10 schönsten Gärten in Großbritannien ist also mehr als gerechtfertigt!
  • Eigentlich gucken Herr Wallygusto und ich keinen Fußball – demzufolge hat uns die Fußball-WM auch relativ kalt gelassen. Im Urlaub in Südengland haben wir uns im Pub durch ein Spiel der englischen Mannschaft ein wenig anfixen lassen. Kein Wunde also, dass wir auch danach das Treiben der „Three Lions“ rege verfolgt haben. Und so wurden wir beim Halbfinale gegen Kroatien auch Zeuge, wie ein jubelnde Kroaten einen Fotografen unter sich begruben. Dieser ließ sich – ganz Profi – davon allerdings nicht bange machen und schoss dabei die Fotos seines Lebens.
  • Was Herr Wallygusto & ich natürlich längst wissen, hat eine renommierte Münchner Zeitung jetzt auch festgestellt: Ein Besuch des Restaurants Mai Garten ist wie ein Kurztrip nach China. „Schuld“ an dieser Erkenntnis sind in beiden Fällen chinesische Arbeitskollegen – die kennen sich schließlich mit authentischer chinesische Küche in München aus.
  • Die Nachspeise scheint in München eine Art Religion zu sein! Auch wenn ich gerne nachmittags ein Stück Kuchen esse, kann ich dieses Ritual nur schwer nachvollziehen: Eine Vorspeise ist mir meist lieber als was Süßes danach. Wie sieht’s bei Euch aus?
  • Mein absolutes Highlight diesen Monate war die totale Mondfinsternis! Während einer Mondfinsternis durchquert der Mond den Schattenkegel, den die von der Sonne beleuchtete Erde in den Weltraum wirft. Dieses astronomische Ereignis findet nur dann statt, wenn Sonne, Erde und Mond genügend genau auf einer Linie liegen. Wer die Mondfinsternis verpasst hat, kann sich hier im Zeitraffer anschauen, wie sich der Mond blutrot verfärbt.

Das Photo stammt von Nur Afni Setiyaningrum , gefunden habe ich es (mal wieder) auf Unsplash.

 

 

Lieblingsrezepte Soja | Tempeh | Seitan Vegan

Veggie-Bratwurst “Asia-Style”

30. Juli 2018
Asia style Veggie-Bratwurst | Rezept auf www.wallygusto.de

Seitdem wir Seitanpulver als Grundlage für selbstgemachte vegetarische Würste, Seitanscheiben usw. entdeckt haben, versuchen wir Wallygustos uns immer wieder an neuen, Rezepturen. So bringen wir ein bisschen Abwechslung in unsere vegetarische Küche bzw. auf unseren Grill. Auf die Idee für unsere Veggie-Bratwurst “Asia-Style” hat uns der wohl bekannteste Metzger Münchens gebracht: Natürlich ist hier von Magnus Bauch die Rede. Wohl dank seiner balinesischen Frau Parwathi verarbeitet er gerne auch mal Zitronengras und Chilli in seinen Würsten. Seine Bratwürste im Laos-Style mit ihren außergewöhnlichen Aromen stehen bei jeder Grillparty im Freundeskreis hoch im Kurs – zumindest bei den Fleischliebhabern. :-) Leider konnten wir als Vegetarier bislang nicht mit über die Zitronengras- und Chiliaromen in unseren Seitan-oder Tofuwürstchen schwärmen. Wer schon mal vegetarische Bratwurst probiert hat weiß, dass er mit einem Stück Grillkäse besser bedient gewesen wäre. Fertigprodukte lassen leider häufig Geschmack vermissen. Mit diesem Rezept haben wir jetzt Abhilfe geschaffen und sorgen für mehr Piff auf unserem Grill!

Veggie-Bratwurst "Asia-Style"

Menge: 10-12 Würste

Veggie-Bratwurst "Asia-Style"

Zutaten

  • 300 g Seitanpulver (Weizengluten-Pulver)
  • 300 ml Wasser
  • 2 Knoblauchzehen, püriert
  • 1 rote Zwiebel, püriert
  • 3 Stangen Zitronengras, püriert
  • 1-2 cm Ingwer, kleingehackt
  • 3 getrocknete Chilli, zermahlen
  • 3 Kardamom, zerstoßen
  • 2 TL Kurkumapulver (Turmeric)
  • 2 TL Paprikapulver süß
  • 1 TL Koriandersamen, zerstoßen
  • 3 Pimentkörner, zerstoßen
  • 10 Pfefferkörner, zerstoßen
  • 3 Limettenblätter, zerstoßen
  • 2 TL Koriandergrün, zerhackt
  • 2 1/2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 30 g Hefeflocken (eventuell durch die Zugabe von etwas mehr Salz und Gewürzen ersetzen)
  • 9 EL Öl
  • Backpapier
  • Alufolie

Zubereitung

  1. Zunächst das Seitanpulver mit allen anderen Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine zu einem relativ zähen und "gummeligen" (kommt vom Klebereiweis) Teig verkneten.
  2. Als nächstes den Teig in 10 - 12 gleiche Portionen teilen und mit Hilfe des Backpapiers zu einem ca. 2-2,5 cm dicken Zylinder rollen.
  3. Die Zylinder erst fest in Backpapier und dann in Alufolie wickeln, die Enden verzwirbeln und auf ein Backblech geben.
  4. Nun die Würste im Ofen bei 180°C für 50 Minuten backen und anschließend im ausgeschalteten Rohr noch 15 Minuten ruhen lassen.
  5. Schließlich die Zylinder aus dem Ofen nehmen und auswickeln. Die Alufolie kann mehrfach verwendet werden.
  6. Zuletzt die Zylinder nur noch auf den Grill oder eine Pfanne geben, damit es auch wirklich Brat- bzw. Grillwürste werden.
https://wallygusto.de/2018/07/30/asia-style-veggie-bratwurst/

Mein Tipp

Die Würste lassen sich auch sehr gut einfrieren, wenn Ihr nicht alle Würste gleich grillt oder anbratet. So habt Ihr immer einen Vorrat für spontane Grillfeste.

Lieblingsrezepte Nudeln | Reis Vegan

Auberginen nach Sichuan-Art

15. September 2017
Auberginen nach Sichuan-Art | www.wallygusto.de

Nachdem ich vor einiger Zeit wieder leckere Auberginen nach Sichuan-Art im Mai Garten gegessen habe, musste ich gleich auf der Website von essen & trinken ein wenig zum Thema Sichuan Küche recherchieren. Der Sichuan Küche eilt – dank des berühmten Sichuanpfeffers – der Ruf voraus sehr, sehr scharf zu sein. Im Pure Veggie House in Hongkong konnten Herr Wallygusto und ich uns davon überzeugen, dass die Sichuan Küche tatsächlich eine sehr schweißtreibende Angelegenheit sein kann. Doch wusste sie uns auch durch ihre vielen verschiedenen Aromen zu beeindrucken! Beliebte Zubereitungsmethoden der Sichuan Küche sind Braten, Beizen, Räuchern und Lufttrocknen. Eingelegtes Gemüse, wie etwa Bambus oder Kohl, ist ebenfalls typisch für diese Region. Die Gerichte werden gerne kräftig mit Sichuan Pfeffer (ach ne), Ingwer, Knoblauch, Sternanis, Chili und vergorene Sojabohnen gewürzt.

Neben scharfen Geschmacksnoten werden süße und saure Aromen mit verschiedenen Zubereitungstechniken zu Gerichten wie eben dieser leckeren Auberginen vereint. Was eigentlich schon fast erstaunlich ist, denn in dieser Region wird überdurchschnittlich viel Fleisch verzehrt. Dieses Rezept stammt übrigens von dem Blog Gusto & Aroma. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Ich habe nur ein paar kleine Änderungen vorgenommen: Anstelle der Chillipaste mit Knoblauch habe ich rote Currypaste verwendet. Manchmal muss man eben ein wenig improvisieren! ;-)

Auberginen nach Sichuan-Art

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 EL Erdnussöl oder Rapsöl
  • 500 g Auberginen gewürfelt
  • 4 Knoblauchzehen in dünnen Scheiben
  • 1 EL Ingwer, klein gewürfelt
  • 1 rote Chili, in feinen Ringen
  • 6 Frühlingszwiebeln, in dünnen Ringen
  • 3 TL rote Currypast
  • 2 EL helle Sojasoße
  • 1/2 TL Zucker
  • 2 EL chinesischer weißer Reiswein
  • 125 ml Gemüsebrühe
  • 1/2 EL Sesamöl

Zubereitung:

Die Auberginen in ein Sieb geben und mit Wasser abspülen, gut abtropfen lassen!

Für die Sauce rote Currypaste, Sojasauce, Zucker, Reiswein, Gemüsebrühe und Sesamöl mit Gemüsebrühe mischen, beiseite stellen.

Öl in einem Wok oder einer tiefen Pfanne erhitzen, Aubergine anbraten. Knoblauch, Ingwer, Chili und Frühlingszwiebeln zufügen und bei starker Hitze 3 Minuten rühren.

Sauce dazugeben, Hitze reduzieren und zugedeckt ca. 20 Minuten schmoren, dabei ab und zu umrühren. Mit gedämpften Jasminreis servieren.

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The Drunken Dragon Bar | Isarvorstadt

24. November 2016
The Drunken Dragon Bar München

Wie bereits vor einem Jahr in Rahmen unseres Besuches des The Hutong Clubs in Schwabing erwähnt, sind Herr Wallygusto und ich – bis auf wenige Ausnahmen – keine großen Fans der chinesischen Küche. Mehrere Dienstreisen nach Asien und unser Urlaub in Hongkong haben uns diese Meinung aber inzwischen revidieren lassen. Da The Hutong Club offenbar sehr gut beim Münchner Publikum ankommt, haben sich die Betreiber entschlossen, im Glockenbachviertel ein weiteres Lokal zu eröffnen – The Drunken Dragon Bar.

Da Herr Wallygusto und ich neuen, fantasievollen Cocktails nicht abgeneigt sind und sehr neugierig auf das neue Konzept waren, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, dem betrunkenen Drachen bald einen Besuch abzustatten.

Drinnen

Wir finden mit dem Drunken Dragon eine schicke Bar mit wenig Schnickschnack vor, die vor allem durch die tollen Wandbilder von Boy Kong an Leben gewinnt. Da mein chinesisches Sternzeichen der Drache ist und ich auch entsprechendes Tattoo mein eigen nennen kann, gefällt mir der große Drache gegenüber der Bar natürlich am besten!

Das Publikum ist bunt gemischt: Neben amerikanischen Touristen in Dirndl und Lederhose (es ist noch Wiesn) sitzen gediegene Ehepaare und mehr oder weniger hippe Pärchen jeden Alters an den kleinen Bistrotischen.

Speisekarte

Die Website der The Drunken Dragon Bar verspricht progressive, chinesisch inspirierte Speisen und ausgefallene Drinks. Und alles natürlich lustvoll, experimentierfreudig und frisch! Dieses vollmundige Versprochen wird schon nach dem ersten kurzen Blick auf die Speisekarte eingelöst.

Und obwohl die vegetarische und vegane Auswahl auf den ersten Blick recht übersichtlich aussieht, brauchen wir doch geraume Zeit, uns für ein Menü zu entscheiden. Als Vorspeise soll es schließlich Curried Veggie Crystal Dumpling, Chinese Flatbread mit Cilantro, Sesame  and Lime (chinesisches Fladenbrot mit Koriander, Limette und Sesam) und Chinese Slaw (Spitz-und Rotkohl mit Apfel und allerlei Kräutern und Gewürzen) geben. Und anschließend Mala Chili Fried Tofu (mit Cashew und Gemüse) und Spring Onion and Egg Fried Rice.

 Auch bei den Cocktails haben wir bzw. ich die – insgeheim erhoffte – Qual der Wahl. Nach langem Hin und Her wähle ich den Campari Chocolat. Herr Wallgusto hält sich an (alkoholfreises) Bier.

Geschmack

Wie auch schon im The Hutong Club können die Gerichte optisch absolut überzeugen! Und das nicht nur durch das wunderschöne Geschirr! Die Portionen sehen zwar für unsere wie immer sehr großen Augen übersichtlich aus, machen aber ordentlich satt – Hunger hat keiner von uns beiden mehr, als wir das Lokal (rollend) verlassen. Das wirklich Schlimme daran ist, dass sich unser kleiner Ecktisch schon fast durchbiegt, wir aber trotzdem weiterhin gierig auf die Gerichte (vor allem den Nachtisch!!) auf den Nebentischen glotzen.

Und über den Geschmack brauchen wir gar nicht erst zu reden – alles in der The Drunken Dragon Bar ist einfach köstlich! Das vegane Flatbread wird ofenfrisch serviert und ist herrlich knusprig, die Kräuter sind frisch und geben dem ansonsten ja recht faden Gericht zusammen mit den Gewürzen einen exotischen Touch. Die drei Curried Veggie Crystal Dumpling bestehen aus einem mit Curry gefärbten Teig und sind mit Gemüse, chinesischen Morcheln, Wasserkastanien sowie aromatischen Kräutern gefüllt. Der knackige Chinese Slaw hat durch die Äpfel eine frische, leichte Säure und passt somit perfekt dazu. Der Tofu im nicht allzu scharfen Hauptgericht ist schön knusprig, den Spring Onion and Egg Fried Rice essen wir als Beilage dazu. Die Aromen von Lauchzwiebeln, Ingwer und Sesamöl halten den Geschmack des Eis dezent im Hintergrund, so dass auch der ansonsten Eier verschmähende Herr Wallygusto ordentlich zulangt.

Ein absolutes Highlight ist auch der Campari Chocolat! Die – zugegeben für mich etwas abstruse – Mischung aus Camparie, Triple Sec, Chocolate Bitters und Orange überzeugt mich schon nach dem ersten, zaghaften Schluck! Wie konnte ich nur jemals auch nur annährend davon ausgehen, dass diese Zutaten NICHT miteinander harmonieren könnten???

Service

Der Service in der The Drunken Dragon Bar ist sehr freundlich und aufmerksam, wenn auch noch nicht ganz eingespielt. Aber das wird sich bestimmt bald geben – wir waren schließlich kurz nach der Eröffnung da.

Preise

Ein ganz billiges Vergnügen ist es unserer Meinung nach nicht, in der The Drunken Dragon Bar zu speisen – aber die Qualität und der hervorragende Geschmack aller Speisen lässt uns beide Augen zudrücken. Unser Vorspeisen kosten zwischen € 4,00 und € 7,50, die Hauptgerichte € 7,90 bzw. € 9,50. Für den hervorragenden Cocktail zahlen wir € 10,50

Fazit

Unser Besuch im The Drunken Dragon ist ein Volltreffer! Wie auch schon The Hutong Club handelt es sich hier aber eher um eine Location für besondere Anlässe. Wir kommen auf jeden Fall wieder – denn der nächste Hochzeitstag kommt bestimmt! ;-)
 
Adresse: Müllerstraße 51, 80469 München

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Lemon Trees | Pasing

9. März 2016
Immer für einen Mai Tai (und einiges mehr) gut: Das Lemon Trees 2 im Pasinger Eschenhof

Das Lemon Trees ist eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants in München. Zwar kann ich – da ich noch nie in Thailand war – nicht sagen, wie authentisch hier gekocht wird, aber es schmeckt einfach. Das liegt nicht nur an den leckeren Suppen – die immer ein Highlight sind – sondern auch am stilvollen Ambiente und dem super Service.

Eigentlich schon komisch, dass wir kurz vor Weihnachten 2012 das letzte Mal in diesem tollen Lokal zu Gast waren. Aber wie es halt immer so ist: Die Auswahl an guten Restaurants ist in München sehr groß, oft hat man auch einfach keine Zeit oder keine Lust. Wir haben dieses Versäumnis nun im Januar 2016 anlässlich unseres 15. Jahrestages umfangreich nachgeholt. :-)

Immer für einen Mai Tai (und einiges mehr) gut: Das Lemon Trees 2 im Pasinger Eschenhof

Drinnen

Bis 2012 war das Lemon Trees in der wunderschönen Bürgerhaussiedlung in der Lechfeldstraße untergebracht. Der Gastraum im Erdgeschoss eines der alten Wohnhäuser war zwar klein, aber unglaublich einladend. Das mag zu einem großen Teil an den bequemen Korbsesseln gelegen haben, in die ich mich gerne gelümmelt habe, um nach dem Essen noch gemütlich einen Mai Tai zu schlürfen. Die Zeiten sind leider vorbei, denn das Lemon Trees ist inzwischen in modernere Räumlichkeiten in den Pasinger Eschenhof gezogen.

Zugegeben: Auch das „neue“ Lemon Trees in Pasing ist richtig schön! Nur so putzig wie das „alte“ Lokal ist es (natürlich) nicht geworden. Vom pastellfarbenen Eisdielen-Flair des italienischen Vorgängers ist nichts mehr zu spüren. Schon am Eingang merkt man, dass man hier modern und edel wirken möchte. Die Einrichtung im Lemon Trees ist schlicht und etwas kantig, nur hier und da gibt es thailändisch anmutende Dekoration oder ein Bild an der roten Wand, welches den König zeigt. Mir gefällt sowas ganz gut, denn ich kann mit Kitsch überladene Räume nicht ausstehen.

Immer für einen Mai Tai (und einiges mehr) gut: Das Lemon Trees 2 im Pasinger Eschenhof

Speisekarte

Die Speisekarte des Lemon Trees war schon immer sehr umfangreich, was vor allem Liebhaber von Fleisch-und Fischgerichten vor eine große Herausforderung stellt.

Da ich total auf knusprig angebratenen Tofu stehe, war To-Fu Padprik (To-Fu gebraten mit Peperoni und Gemüse), früher mein Standardgericht. Vorneweg noch Tomyam Pak, eine scharfe Zitronengrassuppe mit Gemüse, und der Abend war gerettet. Inzwischen ist Tofu in jedem vegetarischen Gericht ein fester Bestandteil, was auch für mich die Auswahl etwas komplizierter gestaltet.

LemonTrees Tomkha Pak

Nach gründlicher Überlegung bestellten wir schließlich Popia (Reisteig mit Gemüsefüllung gebacken) und Tomkha Pak (Zitronengrassuppe mit Kokosmilch und Gemüse) als Vorspeise und scharfen Tofu krapow (knuspriger Tofu gebraten mit Gemüse und thailändishen Basilikum) und Gaeng Massaman Pak (knuspriger Tofu mit pikantem Curry,Kokosmilch, Gemüse Kartoffeln, Zwiebeln, Cashewkerne) als Hauptgericht. Dazu gab es jeweils ein Glas Rotwein und einen Mai Tai als Digestiv.

Geschmack

Die Popia entpuppen sich als vegetarische Frühlingsrollen, die sehr knusprig und lecker sind. Dazu gibt es süß-sauer Soße – ich liebe sie!!! Die Zitronengrassuppe wird inzwischen in größeren Portionen serviert und ist gewohnt aromatisch.

Immer für einen Mai Tai (und einiges mehr) gut: Das Lemon Trees 2 im Pasinger Eschenhof

Tofu krapow hat eine gute Schärfe. Der Tofu ist herrlich kross angebraten und in großen Würfeln in ausreichender Menge vorhanden. Das Gleich – bis auf die Schärfe – gilt auch für das pikante Gaeng Massaman Pak. Alle Portionen sind ausreichend groß und machen sehr, sehr satt und glücklich.

Auch der Rotwein schmeckt uns sehr gut. Wie immer ist aber der Mai Tai das „flüssige“ Highlight des Abends: Er ist unglaublich süffig und machten seinem Ruf, der beste Cocktail aller Zeiten zu sein, mehr als gerecht.

Immer für einen Mai Tai (und einiges mehr) gut: Das Lemon Trees 2 im Pasinger Eschenhof

Service 

Der Service im Lemon Trees ist wie immer sehr zuvorkommend und wir wurden den ganzen Abend über aufmerksam bedient. Am Schluss musste man uns sogar noch unseren Regenschirm nachtragen, den wir (natürlich) unter dem Tisch vergessen haben. 

Preise 

Seit unserem letzten (dokumentieren) Besuch im Februar 2012 wurden die Preise etwas erhöht: Suppen kosten jetzt € 4,70, vegetarische Hauptgerichte knapp € 13. Für ein Glas (0,2) Merlot oder Bardolino sind € 4,80, für den Mai Tai € 8,50 fällig. Das ist für Münchner Verhältnisse nicht dramatisch, da unserer Meinung nach auch das Preis-Leistungsverhältnis im Lemon Trees nach wie vor stimmt.

Alle Gerichte gibt es übrigens auch zum Mitnehmen. Der Preis hierfür ist dann etwas günstiger.

Fazit

Alles in allem haben wir wieder sehr, sehr gut im Lemon Trees gespeist. Und eigentlich sehnen wir auch schon die nächste gute Gelegenheit für einen Besuch in diesem tollen Restaurant herbei. :-)

Adresse: Im Eschenhof, Planegger Str. 9a, 81241 München

 

Buchvorstellungen Lieblingsrezepte Soja | Tempeh | Seitan Vegan

Gebratene Glasnudeln mit Tempeh | Buchvorstellung

1. Februar 2016
Indonesien vegetarisch - Gebratene Glasnudeln mit Tempeh

Als Vegetarier oder Veganer hat man es oft nicht leicht: In bayrischen Lokalen beschränkt sich die Auswahl leider sehr oft auf Käsespätzle oder Gemüseplatte. Aber nicht nur deswegen gehen Herr Wallygusto und ich so gerne zum Inder, Vietnamesen oder Thailänder: Auch der Geschmack spielt natürlich eine große Rolle! Warum wir aber bisher Indonesisch noch nicht ausprobiert haben, ist mir ein echtes Rätsel! Umso mehr hat es uns beide also gefreut, als wir vom HÄDECKE Verlag mit dem neuen Kochbuch Indonesisch vegetarisch überrascht wurden! Schon nach kurzem Durchblättern war klar: Das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2015 hat kulinarisch wirklich einiges zu bieten!

Indonesien vegetarisch

Autor

Jenny Susanti, geboren in Bandung, der Provinzhauptstadt von Westjava, Indonesien, lebt seit 1980 in Deutschland. Sie studierte Lebensmitteltechnologie und Ernährungswissenschaften in Berlin und Hamburg. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet die Diplom-Ökotrophologin als Rezeptentwicklerin, Food-Journalistin und -Stylistin für viele namhafte Zeitschriften und Verlage in Deutschland. Ihre große Liebe zum Kochen ist in all ihren Produktionen zu spüren. Jedes Jahr besucht sie für mehrere Wochen ihre Familie auf Java.

Der Fotograf Andreas Wemheuer, geboren in Hannover, ist ein leidenschaftlich Reisender. Er begeistert sich auf seinen Streifzügen rund um die Welt nicht nur für Länder, Kulturen und das Leben der Menschen, sondern auch immer für die kulinarischen Besonderheiten vor Ort. Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet der Wahlhamburger in seinem Studio im Stadtteil Ottensen und deutschlandweit als Fotograf für namhafte Design- und Werbeagenturen sowie für Verlage und Marketingabteilungen großer Konzerne.

Optik

Indonesisch vegetarisch hat – wie viele Bücher von HÄDECKE – ein sehr handliches Format. Aber anders als die mir bisher bekannten Kochbücher dieses Verlages, hat dieses ein Softcover verpasst bekommen.

Andreas Wemheuers Bilder von Küche, Land und Menschen sind sehr stimmungsvoll und absolut fernweh-auslösend. Dabei könnte ich glatt vergessen, dass nicht jedem Rezept in Indonesisch vegetarisch ein eigenes Foto gewidmet wurde.

Rezepte

Jenny Susanti zeigt uns mit viel Liebe und Leidenschaft, wie abwechslungsreich die vegetarische Küche ihrer Heimat Indonesien ist. Schnell wird dabei klar, dass ohne Reis gar nichts geht: Er wird hier bis zu dreimal pro Jahr geerntet und ohne ihn ist eine indonesische Mahlzeit einfach nicht vollständig. Herrn Wallygusto und mir ist das nur allzu recht, denn wir lieben Reis über alles! Genauso wie Chilisaucen, die sogenannten Sambals. In unterschiedlichen Schärfegraden werden sie in Indonesien zu wirklich jedem Gericht gereicht.

Weitere typische Zutaten der indonesischen Küche sind Nudeln, Maniok oder Yamswurzeln, Erdnuss-Sauce und Kokosmilch sowie exotische Früchte wie Durian oder Jackfrucht, die ich nur vom Namen her kenne. Aber auch Tofu und Tempeh, eine Art fermentierter Sojakuchen, der u.a. für Saté-Spießchen verwendet wird, kommen häufig zum Einsatz.

Indonesien vegetarisch - Warenkunde

Damit bei der ganzen bunten Vielfalt keiner den Überblick verliert, ist Indonesien vegetarisch in folgende Kapitel unterteilt:

  • Warenkunde

Hier werden Gewürze und Kräuter sowie Obst und Gemüse erläutert, die in der indonesischen Küche verwendet werden. Außerdem erfahren wir, welche lagerfähigen Zutaten zukünftig nicht mehr in unserer Vorratskammer fehlen dürfen.

  • Snacks und kleine Gerichte

Salate, diverse pikant gefüllte Rollen und Teigtaschen- hier finden sich allerlei Leckereien, die man in Indonesien zu jeder Tages- und Nachtzeit an jeder Ecke auf die Hand bekommt.

  • Suppen

Herr Wallygusto und ich sind alles andere als Suppenkasper: Wie gut, dass Suppe in Indonesien kein Vorspeise sondern Hauptmahlzeit ist! Das die meisten Suppen mit Kokosmilch und Zitronengras zubereitet werden ist für uns dabei das Tüpfelchen auf dem i!

  • Chilipasten

An mindestens eines der insgesamt neun Rezepte für Chilipaste werden wir uns auf jeden Fall in naher Zukunft heranwagen. Besonders für die nächste Grillsaison hätten wir gerne so ein Gläschen feuriges Sambal!

  • Reis- und Nudelgerichte

Wie bereits erwähnt, ist Reis ein sehr wichtiger Bestandteil der indonesischen Küche. In diesem Land gibt es kein Gericht ohne Reis! Selbst wenn Nudelgerichte serviert werden, gibt es zusätzlich immer Reis als Beilage. Das gefällt Herrn Wallygusto und mir besonders gut, denn wir essen sowohl Nudeln als auch Reis für unser Leben gern!

  • Hauptgerichte

Hier finden sich genug Inspirationen, um eine Reistafel aus vier bis fünf Hauptgerichten zusammenzustellen. Die Auswahl reicht hierbei von Auberginen-Chili-Gemüse über Bohnen-Kokosnuss-Salat bis zu Kartoffel-Chili-Gemüse.

  • Süßspeisen

Herr Wallygusto und ich essen zwar gerne Süßspeisen, die Zubereitung kommt bei uns aber immer ein wenig zu kurz. Vielleicht ändert sich das ja nun angesichts von Kokosmilchcrepes, Süßkartoffelbällchensuppe und vielen anderen ansprechenden Rezepten für kleine Mahlzeiten und Snacks.

  • Getränke und Fruchtcocktails

Für die “kalten” Nächte sind in Indonesien heiße Getränke mit Ingwer, Zimt, Nelken oder Kardamom vorgesehen. Wenn es heiß ist, gibt es statt kühler Getränke oft einfach nur Früchte in Crushed ice – so simpel, so gut!

Inwieweit die Gerichte in Indonesisch vegetarisch authentisch sind, kann ich natürlich nicht beurteilen, da ich noch nie in Indonesien war. Spannend klingen die Rezepte aber allemal. Und alles, was wir bisher ausprobiert haben, war sehr, sehr lecker.

Indonesien vegetarisch - Rezepte

Kurzprofil

Titel: Indonesien vegetarisch                          
Autor: Jenny Susanti, Andreas Wemheuer                        
Herausgeber: HÄDECKE Verlag            
ISBN: 978-3-7750-0683-5
Preis: € 14,95     

Ausprobiert

Bisher haben wir aus Zeitgründen leider nur zwei Rezepte ausprobiert: Kartoffel-Chili-Gemüse und Gebratene Glasnudeln mit Tempeh. Beide Gerichte sind einfach zuzubereiten und sind einfach köstlich! Da ich bisher leider recht wenig mit Tempeh gekocht habe, möchte ich Euch an dieser Stelle das schnelle, unkomplizierte Nudelgericht präsentieren. Vielleicht möchtet Ihr ja zukünftig auch öfter mit dem fermentierten Sojakuchen experimentieren.

Indonesien vegetarisch - Gebratene Glasnudeln mit Tempeh

Zutaten für 2 Personen
  • 150 g Glasnudeln
  • 200 g Tempeh
  • Erdnuss-oder Kokosöl zum Fritieren*
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 1,5 grüne lange Gewürzpaprika**
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Schalotten
  • 1 rote Chilischote
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 EL süße Sojasauce (Kecap manis)
  • Salz
  • Frisch gemahlener Pfeffer

*Funktioniert auch mit Rapsöl
**Da wir keine Gewürzpaprika bekommen haben, wurde von uns 1 grüne Paprika verwendet.

Zubereitung

Glasnudeln in eine Schüssel geben und in kaltem Wasser einweichen, bis sie durchsichtig geworden sind. Tempeh in Streifen schneiden. Öl in einem Topf erhitzen. Tempehstreifen im heißen Öl goldbraun frittieren. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Lauchzwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Gewürzpaprika waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Knoblauch und Schalotten schälen und in feine Streifen schneiden. Chili waschen und in Scheiben schneiden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Knoblauch und Schalotten darin anbraten. Gut abgetropfte Glasnudeln, Lauchzwiebeln, Chili und Gewürzpaprika ebenfalls in die Pfanne geben und unter Rühren etwa fünf Minuten braten. Zum Schluss Tempehstreifen zugeben und erhitzen. Mit süßer Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Fazit

Indonesien vegetarisch ist ein kleines, aber sehr feines Kochbuch, dass uns mit seiner Vielfalt noch lange Zeit in Atem halten wird! Wir sind auf jeden Fall schwer begeistert und möchten noch viele, viele Gerichte daraus nachkochen! Vor allem die Sambals und die Nudelgerichte haben es uns schwer angetan!

Vielen Dank an den HÄDECKE Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wie immer bleibt davon meine Meinung unberührt. 

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Yulan | Schwanthalerhöhe

30. Dezember 2015

Vielleicht habe ich es ja schon erwähnt, aber das Mittagsangebot auf der Theresienhöhe ist alles andere als berauschend. Finde ich zumindest. Entweder muss man ewig weit laufen oder in den wenigen Imbisslokalen warten ganze Horden von Büroinsassen auf ihr Mittagessen. Seit einigen Wochen gibt es nun das Yulan. Um in dieses Szechuan Restaurant zu gehen, müsste ich nicht mal eine Jacke anziehen, wenn Ihr versteht, was ich meine. Nah genug ist es also. Warum war ich also bisher noch nicht hier? Nun, das Yulan ist (leider) immer sehr wenig besucht. Ziemlich abschreckend, wie ich finde. Das kann ja gar nicht schmecken, zischt die gemeine Stimme in meinem Hinterkopf. Todesmutig habe ich mich Ende November mit drei Kolleg(inn)en trotzdem mal ins Yulan gewagt: Schließlich wollten wir herausfinden, wie das Essen dort wirklich ist. ;-)

Drinnen

Die Einrichtung des Yulan ist sehr modern. Für meinen Geschmack kommt es fast schon ein wenig steril rüber. Aber das ist meine persönliche Meinung, meinen Kollegen gefällt’s. Sehr schön finde ich aber auf jeden Fall die opulenten Schalen, die farbliche Akzente in der ansonsten in grau und braun gehaltenen Einrichtungen setzen.

Was ich als ein wenig störend empfinde, sind die beiden Flachbildschirme, auf denen ohne Unterbrechung Kochvideos laufen. Irgendwie muss ich immer hinschauen, obwohl mich das gezeigte Programm nicht wirklich interessiert.

Yulan Muenchen

Speisekarte

Das Yulan verspricht traditionelle Gerichte aus Szechuan, die nach alten, überlieferten Rezepturen zubereitet werden. Die Zutaten seien dabei von maximaler Frische und Qualität. Außerdem werden keine Geschmacksverstärker oder Glutamat verwendet.

Die Speisekarte ist übersichtlich und beinhaltet neben den üblichen Kategorien auch Feuertopf (nur auf Vorbestellung) und Dim Sum. Sehr erfreulich ist dabei, dass es auch vegetarische Teigtaschen mit einer Füllung aus Glasnudeln, Eiern, Lotuswurzel, Bohnenkernen und Tofu gibt.

Während sich meine Begleitung einstimmig für ein Mittagsmenü mit Suppe entscheidet, beschließe ich, die scharfen Suan La Reisnudeln auszuprobieren.

Amuse-Gueule im Yulan

Geschmack

Bevor das eigentliche Essen serviert wird, gibt es ein Amuse-Gueule. Der kleine Kohlrabisalat mit scharzem Sesam sieht nicht nur hübsch aus, sondern mundet mir auch ganz hervorragend.

Auch die Suppe mit Eierstich, die kurz darauf als Vorspeise serviert wird, scheint gut zu sein. Zumindest werden am Tisch keine negativen Kommentare ausgetauscht. Im Gegenteil: Es hat sich gefräßige Stille über die vorher noch sehr geschwätzige Runde gesenkt.

Und es geht in diesem Stil weiter: Eigentlich habe ich einen Teller mit gebratenen Nudeln erwartet, drum staune ich nicht schlecht, als ich eine große Suppenterrine serviert bekomme. Der Inhalt ist einfach köstlich: Ein wenig Gemüse und viele Reisnudeln schwimmen in einer aromatischen Brühe mit viel Knoblauch. Auch die anderen Gericht scheinen zu schmecken, zumindest kommt mir nichts gegenteiliges zu Ohren.

Dim Sum im Yulan

Service

Dass man hier um die Erfüllung der Ansprüche der Gäste bemüht ist, ist mehr als eine leere Phrase. Da alle meine Kolleg(inn)en ein Menü mit Suppe haben, wird mir auch eine Suppe serviert. Schließlich soll ich den anderen nicht beim Essen zugucken müssen. Wirklich sehr aufmerksam!

Auch ansonsten klappt alles wie am Schnürchen: Wir werden sehr höflich und aufmerksam bedient, lange Wartezeiten gibt es nicht.

Preise

Die Mittagsmenüs im Yulan kosten € 9,80, meine große Portion Reisnudeln € 12,90. Für die Getränke (Wasser 0,25, Mezzo Mix 0,4) müssen wir € 2,40 bzw. € 3,10 berappen. Für die gebotenene Qualität der Speisen finde ich die Preise durchaus angemessen.

Fazit

Schade eigentlich, dass im Yulan immer gähnende Leere herrscht: Am Essen kann es meiner Meinung nach eigentlich nicht liegen! Meine Kolleg(inn)en und ich kommen auf jeden Fall gerne mal wieder auf ein Mittagsmenü vorbei. Und auch Herr Wallygusto ist neugierig auf das Yulan geworden: Vielleicht folgt auch bald mal ein Abendessen – schließlich brauchen wir vor einen Glühwein auf dem nahen Tollwood eine ordentliche Grundlage.

Adresse:
Theresienhöhe 30, 80339 München

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Mongo’s Restaurant | Altstadt

14. Oktober 2015

Mongolische Büffets sind mir ein Gräuel. Warum? Oft gibt es dort nur wenig Auswahl oder das eh nur spärlich vorhandene „frische“ Gemüse ist welk. Oder aber es gibt bereits fertig zubereitete Gerichte, die man sich auf den Teller schaufeln kann. Ein klein wenig wie in der Kantine, findet Ihr nicht?

Kein Wunder also, dass ich das Mongo’s am Münchner Oberanger bisher immer gemieden habe. Und das trotz des guten Rufes, dass mongolische Büffet dort schon seit Jahren genießt. Genau genommen seit 1998, denn in diesem Jahr wurde das Konzept des Mongolischen Barbecues von Mongo’s in Deutschland eingeführt.

Warum bin ich also trotzdem dort hin? Ganz einfach: Die Schwiegereltern haben ihren 40. (!!!) Hochzeitstag gefeiert und wollten sich und den (Schwieger-)Kinder einmal etwas ganz Besonderes gönnen.

Drinnen

Die Einrichtung im Mongo’s ist stilvoll und elegant. Den bunten Klimbim, der in vielen asiatischen Restaurants inflationär als Dekoration eingesetzt wird, suchen wir hier vergeblich. Zum Glück. Da es noch dazu ganz schön finster ist, wirkt es fast schon wie eine schicke Bar in einem 5-Sterne-Hotel.

Speisekarte

Speisekarte? Gibt es im Mongo’s tatsächliche eine Speisekarte? Ich kann mich nur noch an eine große Auswahl an Desserts und die Cocktailkarte erinnern. Aber wen interessiert bei einem so umfangreichen Büffet auch eine Speisekarte?

Weil wir sehr hungrig sind entscheiden wir uns für den All-you-can-eat-Klassiker „Mongo´s Total“. Damit können wir uns am Büffet so oft wir wollen ein individuelles Gericht zusammenstellen.  Die Auswahl wird dann blitzschnell und schonend vor unseren Augen zubereitet. Das fertige Gericht wird mit einer Portion Reis an unseren Tisch serviert. Zu jedem Gang ans Büffet können wir neu aus den 10 hausgemachten Mongo´s Marinaden auswählen. Von europäisch mild bis asiatisch feurig, rein vegan oder vegetarisch, glutenfrei  oder frei von Glutamat – es ist wirklich für jeden etwas dabei! Wenn ich mich recht erinnere, gibt es um die 10 Stück!

Und erfreulicherweise gibt es auch noch eine umfangreiche Auswahl an Cocktails & einzigartigen Signature Drinks wie Mongonade (hausgemachte Limonade) und Mongo’s Mango Crush.

Mongo's Mongolisches Barbecue

Geschmack

Los geht es mit einer Suppe, die wir uns allerdings nicht selbst zusammenstellen dürfen. ;-) Lecker ist sie trotzdem, denn die Brühe ist sehr aromatisch und die Suppeneinlage aus Tomaten, Pilzen und Schnittlauch knackig und frisch. Dem Lieblingsneffen schmeckt es sogar so gut, dass er beherzt die Suppenschüssel in beide Hände nimmt und leer schlürft. Danach leckt er sich sogar genüsslich die Lippen.

Mongo's Mongolisches Barbecue

Anschließend verteilt unsere Bedienung kleine Holztabletts, auf denen sie unsere gewünschte Marinade vermerkt. Bewaffnet mit dem Tablett gehen wir dann zum Büffet, wo wir auch leere Schüsseln vorfinden. Wie Ihr Euch denken könnt, bleiben diese aber nicht lange ungefüllt: Die Auswahl am mongolischen Büffet ist wirklich umfangreich – und das auch für Vegetarier! Das Mongo’s bietet eine große Auswahl an heimischen und exotischen Zutaten: Rund 30 Gemüse- und Pilzsorten sowie asiatische Nudeln und Gewürze. Und als ob das noch nicht genug wäre, können wir auch noch Tofuwürfel und veganen „Fleischersatz aus Tofu“ in unsere Schüsseln packen. Für „normale“ Esser gibt es verschiedenste Fleisch- und Fischsorten und ausgewählte Meeresfrüchte. Alle Zutaten sind unglaublich frisch. Welkes Gemüse? Fehlanzeige!

Mongo's Mongolisches Barbecue

Die Marinaden sind durch die Bank sehr, sehr schmackhaft und teilweise ganz schön scharf! Besonders wissen aber die Jahreszeiten-Marinade  mit frischem Rosmarin, Thymian und gelben Curry und Malay Satay mit Erdnusspaste, Honig und Zitrone zu begeistern. Wem der Standard noch nicht scharf genug ist (wie dem Schwiegerpapa), der zapft sich am Büffet noch scharfes Öl. Dieses gibt es in drei Schärfegraden: Der mittlere ist übrigens mehr als ausreichend.

Sehr zu empfehlen sind auch die Cocktails im Mongo’s: Mein Singapure Sling ist einfach die Wucht und trinkt sich wie Limonade. Kaum zu glauben, dass da Alkohol drin sein soll!

Mongo's Mongolisches Barbecue

Service

Unsere Dame im Service ist sehr zuvorkommend und geduldig. Ausführlich wird den Novizen am mongolischen Büffet der Ablauf und die Zutaten erklärt. Und der Lieblingsneffe bekommt etwas zum Malen und buntes Kinderbesteck. Einfach schön, das möchten wir jetzt bitte immer und überall so haben! ;-)

Preise

Den All-you-can-eat-Klassiker „Mongo´s Total“ gibt es für € 24,90, was ein durchaus angemessener Preis ist: Schließlich kann der hungrige Gast sich nach Lust und Laune am Büffet bedienen. Die vegetarische Variante ist ein bisschen günstiger.

Ein Abend im Mongo’s ist unserer Meinung nach trotzdem kein ganz billiges Vergnügen, aber die ausnahmslos sehr gute Qualität der angebotenen Speisen, die toll gemixten Cocktails und der wirklich sehr zuvorkommende Service sind es wert. Absolut!

Mongo's Mongolisches Barbecue

Fazit

Das Mongo’s ist unserer Meinung nach kein Restaurant für “einfach so mal Essen gehen”. Viel mehr ist es ein besonderes Erlebnis für ganz besondere kleine oder große Anlässe. Wir kommen wieder – keine Frage!

Adresse: Am Oberanger 28, 80331 München

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The Hutong Club | Schwabing

2. September 2015
The Hutong Club

Eigentlich mögen Herr Wallygusto und ich keine chinesischen Lokale: Zu groß ist der Einheitsbrei aus süß-saurem Gemüse mit Tofu und fettigen Frühlingszwiebeln. Zumindest ist war das in Deutschland bisher so. Nur ganz wenige Ausnahmen haben es geschafft, mehr Eindruck bei uns zu hinterlassen. Lobend sei an dieser Stelle der kleine Imbiss Mai Garten in der Münchner Au erwähnt.

Als ich auf Twitter von der Eröffnung des Hutong Clubs in München gelesen habe, war ich aber trotzdem gleich Feuer & Flamme! Wen wundert es ob Schlagworte wie: “Leidenschaft für chinesische und asiatische Küche.” Oder “Authentisch wie die Hutongs  – die Gassen rund um die verbotene Stadt in Peking. Und “Lebendig wie die Garküchen Hong Kongs. Innovativ wie die Chinatowns in London und New York.”

Da ich Ende Juni sowieso einen absoluten Tiefpunkt hatte und eine Aufheiterung – und sei es “nur” kulinarischer Art – sehr gut gebrauchen konnte, reservierten wir also kurz entschlossen einen Tisch im The Hutong Club.

Drinnen

Schon der erste Eindruck vom Hutung Club ist top! Wir werden von einem außerordentlich zuvorkommenden Ober im grünen Kilt in Empfang genommen und in das dunkle, rot beleuchtete Hinterzimmer gebracht. An den schwarzen Holzwänden thront ein goldener Drache und dicke Buddhas lächeln verschmitzt herab. Wir dürfen an einem kleinen Tisch Platz nehmen, der mit hübschen Steingutgeschirr eingedeckt ist. Angesichts des tollen Ambientes sind wir verständlicherweise sehr neugierig, was uns Kulinarisch wohl so erwarten wird.

The Hutong Club Drinnen

Speisekarte

Die Website von The Hutong Club hat nicht zu viel versprochen! In der umfangreichen Speisekarte finden Herr Wallygusto und ich Dumplings, knusprige Teigtaschen und luftige Buns. Daneben werden handgezogene Nudeln, köstliche Suppen, aromatische Pickles und Salate angeboten. Auch die Auswahl für Vegetarier und Veganer ist groß, so dass wir die schöne Qual der Wahl haben.

Wir entscheiden uns schließlich als Vorspeise für vegane Tofu and Veggie Potstickers. Auf Empfehlung des Kellners bestellen wir dazu House Pickles. Danach lassen wir Tofu and Veggie Fried Rice und Hand Pulled Noodles with Chinese Greens folgen.

Und weil die Cocktailkarte gar so verführerisch ist, gönne ich mir als Aperitif einen Gingertini (Ingwer, Ginger of the Indies, Plum Bitters, Salbei und Zitrone). Herr Wallygusto nimmt ganz klassisch ein Helles vom Fass.

The Hutong Club Gingertini

Geschmack

Die Begeisterung beginnt schon beim Aperitif: Mein Gingertini riecht unglaublich intensiv nach Pflaume und ist unglaublich erfrischend. Absolut genial! Ach ja…das sollte vielleicht noch erwähnt werden: Das Hell vom Fass ist von Arcobräu und ebenfalls sehr süffig!

Die Tofu and Veggie Potstickers sind zu viert und entpuppen sich als gedämpfte und gebratene Teigtaschen , die mit Tofu, Gemüse, Limette, Zitronengras, Chili und Koriander gefüllt sind. Das nach Art des Hauses sauer eingelegte Gemüse schmeckt tatsächlich sehr gut dazu. Beeindruckend ist dabei vor allem die Vielfalt der Aromen, die im Mund zusammen kommen. Die Vorspeise ist lecker. Verdammt lecker sogar.

The Hutong Club Dumplings

Und es geht so weiter: Der ebenfalls vegane Fried Rice mit Gemüse, Tofu, Ingwer, Kräutern und Erdnuss wird in einem riesigem Teller serviert, der einfach nicht leer werden will. Trotzdem bin ich am Ende enttäuscht, als es soweit ist. Das Gericht ist einfach zu lecker!!! Sehr gut auch die Hand Pulled Noodles with Chinese Greens and Cashews. Obwohl ich noch nie handgezogenen chinesische Nudeln gegessen habe, bin ich natürlich schwer begeistert!!

The Hutong Club Bowls

Service

Wie bereits erwähnt, ist der Service im The Hutong Club sehr zuvorkommend. Wo bekommt man schon vor dem Essen heiße, wohlriechende Tücher zum Händereinigen? Auch die Erläuterung der Speisen und möglicher Kombinationsmöglichkeiten sind absolut vorbildlich. Auch wurden wir den ganzen Abend über auffallend freundlich und aufmerksam bedient.

Einen kleinen Minuspunkt gibt es (leider): Wir bekommen ungefragt eine weitere Flasche Wasser serviert. Bei einem Preis von knapp unter € 8 ist das natürlich ein wenig ärgerlich. Aber vielleicht handelt es sich dabei auch nur um ein Missverständnis.

Preise

Unsere Vorspeisen kosten zwischen € 5,90 (House Pickles) und € 8,50 (Potstickers). Beide Hauptgerichte kosten € 16,50. Für die Halbe Bier zahlen wir € 3,90, für den Gingertini € 8,50.

Angesichts der gebotenen Qualität und der Lage des Lokals mitten in Schwabing empfinden wir diese Preise als angemessen.

Fazit

The Hutong Club ist sicher nichts für jeden Tag, eher für einen besonderen Anlass. Herr Wallygusto und ich ärgern uns daher fast ein wenig, dass wir “einfach so” mal dort vorbeigeschaut haben. Aber der nächste Hochzeitstag kommt bestimmt. Und dann ist die Zeit wieder reif für saftige Dumplings & handgezogene Nudeln!

Adresse: Franz-Joseph-Str. 28, 80801 München

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YongLing | Laim

5. Juni 2015
YongLing | Laim

Seit unserem Umzug letzten November kommen wir jeden Tag am YongLing vorbei. Vor allem abends ist die Verführung groß, einfach mal was aus dem kleinen Asia-Imbiss mitzunehmen. Da wir aber überzeugte “Selbstkocher” sind und nur ganz selten essen bestellen oder mitnehmen, hat sich bisher noch nicht die richtige Gelegenheit ergeben. Als Herr Wallygusto nun kürzlich auf Dienstreise war, hat er mir vor seiner Abreise aufgetragen, das YongLing einmal auszuprobieren. Und natürlich tue ich meistens … manchmal, was mein Mann mir sagt. ;-)

Drinnen

Das YOngLIng ist wirklich sehr klein. Außer einem Tresen mit Barhockern am Fenster gibt es drinnen keine Sitzplätze. Dafür gibt es draußen eine ganze Menge davon. Und zwar in einem Partyzelt, das im Winter vielleicht sogar geheizt werden könnte.

YongLing | Laim

Speisekarte

Für einen so kleinen Schnellimbiss ist die Speisekarte recht umfangreich. Das YOngLIng bietet neben chinesischen und thailändischen Wokgerichten übrigens auch Sushi. Die vegetarische Auswahl ist nicht überwaltigend groß. Neben Gemüse mit gebratenen Tofu und Gemüse-Curry mit Kokosmilch gibt es noch gebratene Nudeln oder Reis mit Gemüse. Und natürlich vegetarisches Sushi in verschiedenen Variationen. Da ich angebratenen Tofu über alles Liebe, gibt es also nur eine Option für mich! :-)

Geschmack

Das Gemüse mit gebratenen Tofu ist schön frisch und knackig angebraten. Es schmeckt ganz vorzüglich! Da ich es aber noch ein wenig würziger mag, helfe ich zuhause mit ein wenig dunkler Sojasoße nach. Die Portion ist üppig und macht gut satt.

Service

Die Wartezeit wird mir mit einem Schälchen Pflaumenwein versüßt. Der ist ja schließlich auch vegetarisch, wie mir die überaus zuvorkommende Dame hinter dem Tresen augenzwinkernd versichert. Das Gemüse wird echt fix zubereitet. Dazu gibt es eine riesige Portion Reis, die separat verpackt wird. Und wer will bekommt noch Servietten und Stäbchen in die Tüte gepackt.

YongLing | Laim

Preise

Mit einem Preis von € 5,90 und der Portionsgröße ist das Gemüse mit gebratenen Tofu meiner Meinung nach ein echtes Schnäppchen.

Fazit

Wenn ich das nächste Mal wieder keine Lust auf Kochen haben sollte, weiß ich, wo mich mein Weg hinführt! Das YOng LIng ist eine Top-Adresse für schnelle, leichte & leckere Asia-Küche!

Adresse: Friedenheimer Str. 112, 80686 München