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Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | März

2. April 2018

Mit einem Tag Verspätung lege ich Euch keine Eier sondern meine Lieblingslinks ins Osternest! Wie Ihr seht, gab es auch im März kulinarisch so einiges zu entdecken. So habe ich beispielsweise meinen Wunsch, einmal Jackfruit zu probieren, endgültig zu Grabe getragen. Und ich machte die erfreuliche Erfahrung, dass Frühstücken gehen doch nicht so schlecht ist.

  • Gutes Brot zu bekommen ist echt schwierig – und nicht jeder hat Zeit, sich um einen vor sich hin pupsenden Sauerteig zu kümmern. Zum Glück gibt es aber auch in München noch Bäckereien, die ihr Brot noch selber backen.
  • Im März waren wir ein langes Wochenende lang in der Steiermark zum Schneeschuhwandern. Die dort erfahrene Entspannung haben wir ein wenig mit Kürbiskernöl-Spaghetti konserviert: Einfacher & leckerer kann man Pasta fast nicht zubereiten!
  • Nicht nur Herr Wallygusto und ich hatten ambitionierten Pläne für die Braukunst Live! Zwei, denen es ähnlich ging, berichten nun über ihre trinkfesten Erlebnisse.  Bei der Gelegenheit stellen uns Sabrina und Steffen auch gleich ihre persönlichen Biertrends 2018 vor.
  • Sehr schön – München bekommt mit dem Münchner Kindl-Bräu eine neue Brauerei. Am Rande der ehemaligen Ami-Siedlung in Giesing will der Traunsteiner Gastronom Dietrich Sailer ein Stück Stadtgeschichte wiederauferstehen lassen. Geplant ist eine Produktion von 10 000 Hektolitern,  was knapp unter der Größe des Giesinger Bräu liegen würde. Herr Wallygusto & ich sind schon sehr gespannt, ob und was aus diesen Plänen wird!
  • Nachdem Freunde in den höchsten Tönen von der Vielseitigkeit und dem Geschmack der Jackfruit geschwärmt haben, wollten wir den Hippster-Fleischersatz auch mal probieren. Eine kurze Recherche im Internet hat uns dann aber doch davon abgehalten: Fleischähnliche Konsistenz mit dem Nährwert einer Kartoffel rechtfertigen unserer Meinung nach nicht den recht großen ökologischen Fußabdruck, den der Transport der Tropenfrucht mit sich bringt.
  • Herr Wallygusto & ich gehen nicht oft zum Frühstücken. Und wenn, muss es a bisserl was Besonderes sein. Insofern hat uns die umfangreiche Frühstückskarte im Heinrich Matters in der Münchner Maxvorstadt voll überzeugt! Avocadobrot mit pochiertem Ei, griechischer Joghurt mit Granola, Peanutbutter-Pancakes & ein klassisches Frühstück mit toller Käseauswahl lassen keine Wünsche offen. Leider war danach kein Platz mehr für eine der köstlich aussehenden Zimtschnecken – aber so haben wir zumindest einen guten Grund, bald mal wieder in dem tollen, modernen Lokal vorbeizukommen! 😉
  • Und last, but not least gibt’s noch ein paar Tipps zu Thema Ernährung von Verena Franke, ihres Namens Diätassistentin und Oecotrophologin. Verena, die ich erfreulicherweise auch schon privat treffen durfte, redet mit ihrem Podcast Herz auf der Zunge Klartext in Sachen Ernährung – mit einem Augenzwinkern und ganz viel Humor. Das Leben soll schließlich nicht nur gesund sein, sondern auch schmecken!
Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Januar

5. Februar 2018
Lieblingslinks | Januar

Das große Fressen hat ein Ende, alle Raketen sind verschossen, alles geht wieder seinen normalen Gang. Zumindest fast – auch im Januar haben es sich Herr Wallygusto und ich es uns nicht nehmen lassen, neue Locations auszuprobieren. Unsere guten Vorsätze wie etwa “weniger Alkohol”, “weniger Kalorien” und “nicht zu viel Süßes” haben wir daher erst einmal auf Eis gelegt. Wäre ja zu schade, zu indischen Köstlichkeiten oder Spinatkäsespätzle nein zu sagen, oder? Wie haltet Ihr es mit den guten Vorsätzen?

  • 2018 geht schon gut los – so zaubert mir die #KyloRenChallenge auf Instagram schon recht früh im Jahr ein breites Lächeln auf die Lippen.
  • An unserem 17. Jahrestag probieren wir einen (für uns) neuen Inder aus: Das Ashoka in Haidhausen überzeugt uns mit frischen Pakoras, dicken Samosas & aromatischen Curries. Nur der Service war ein wenig enttäuschend – höflich ja, aber ein wenig mehr Aufmerksamkeit würden wir uns beim nächsten Besuch schon wünschen.
  • Kaum zu glauben, aber München soll tatsächliche so etwas wie eine Kaffeehauskultur besitzen! Wir werden uns im Laufe des Jahres die Tipps der SZ mal näher anschauen und Euch berichten, was tatsächlich dran ist. ;-)
  • Natürlich geht es Anfang des Jahres vor allem um eines – die Trends des neuen Jahres! Als Foodblogger interessieren mich natürlich zum einen die Gastronomie-Trends 2018 als auch die Spirituosen-Trends 2018. Wobei ich gestehen muss, dass mir Trends meistens schnurzpiepegal sind – und Herrn Wallygusto sowieso.
  • Der Ederwirt stand schon lange auf meiner To-Do-Liste – im Januar klappt es endlich mit einem Besuch: Spinatkäsespätzle und Kaspressknödel sind einfach köstlich, das Craftbier vom Fass ist ein weiteres Plus für das moderne Wirtshaus im Westend.
  • Herr Wallygusto und ich essen für unser Leben gern Linsen – dass man die nicht nur mit Pasta sondern auch mit Pilzen und Rahm kombinieren kann, war uns bisher neu. Zum Glück gibt es Sabine, die uns mit ihren Rezept für Spaghetti mit Linsen-Pilz-Rahm-Sauce eines besseren belehrt hat.
  • Wie wir alle wissen, hat es die Subkultur in München nicht (immer) leicht. Zwischennutzungen sind deswegen optimale Alternativen für Künstler und Veranstalter. Die SZ hat den Überblick über diese besonderen Orte in der Stadt – hier wird gefeiert bis zum Abriss. Im wahrsten Sinne des Wortes.
  • Lust auf Kiwi-Vögel oder Bananen-Pinguine? Dann solltet Ihr mal auf dem Instagram-Channel von Foodbites vorbeischauen!
  • Wir haben aber nicht nur viel geschlemmt, sondern waren auch kulturell unterwegs: Die Ausstellung Souvenir – A Photographic Journey von Martin Parr zieht uns im Kunstfoyer in ihren Bann. Von seinem schonungslosen Blick auf die Realität waren wir schwer begeistert.
  • Ein Meister seines Fachs, der französische Starkoch Paul Bocuse, ist mit 91 Jahren gestorben. Aber mal ehrlich – er wird unsterblich sein. Vor allem, bei so einem Nachruf wie dem von Stevan Paul: Seine “Begegnung mit Gott” ist witzig, zeugt aber gleichzeitig auch von dem großen Respekt, den er für den “König der Köche” empfindet.

Das Beitragsfoto stammt von Bethany Newman, entdeckt auf Unsplash.

Events Magazin München

Braukunst Live! 2018 – Meister der Braukunst treffen Liebhaber guten Geschmacks

29. Januar 2018
Braukunst Live! 2018 - Meister der Braukunst treffen Liebhaber guten Geschmacks

Nächsten Freitag ist es endlich wieder soweit – die Braukunst Live! beweist in München zum siebten Mal, dass sie als branchenprägendes Event immer wieder neue Maßstäbe setzt. Die international etablierte Messe ist inzwischen eine der größten ihrer Art in Europa und in der kreativen Branche der Biergenusskultur nicht mehr wegzudenken.

Die Braukunst Live! begrüßt dieses Jahr im MVG Museum mehr als 100 Aussteller, die ihre Leidenschaft zum handwerklich gebrauten Bier präsentieren. Nationale, speziell regionale wie internationale Persönlichkeiten der Brauszene treffen ein ganzes Wochenende lang auf echte Liebhaber guter Braukunst.

Auch Herr Wallygusto und ich werden wieder zu Gast sein, um Biere in höchster Qualität, unverkäufliche Jahrgangssude und Versuchssude zu verkosten. Letztes Jahr standen Der Himbeer Toni von Hopfmeister und das Weißbier des Matthäserbräu ganz hoch in unserer Gunst. Welches Bier wird wohl diesmal unsere Herzen im Sturm erobern?

Rückbesinnung auf deutsche Bierstile

Das offizielle Schwerpunkt-Thema der Braukunst Live! 2018 ist das Revival deutscher Bierstile: Nach starkgehopften India Pale Ales, hocharomatischen Stouts und alkoholreichen Barley Wines, geht der Trend der hiesigen Bierszene nun wieder zu unkomplizierten und traditionellen Bieren. Kein Wunder also, dass Helles, Weißbier oder Pils ein Schwerpunkt der diesjährigen Braukunst Live sind.

Immer mehr Kreativ-Brauer setzen neben ihrem bestehenden Programm auch auf klassische Stile wie Pils, Helles oder Weißbier – und interpretieren diese dabei völlig neu. Hohe Trinkbarkeit, überraschende Geschmacksvielfalt und Innovationskraft zeichnen die Ergebnisse aus. Diese Entwicklung ist aus mehreren Gründen spannend: Die Verbraucher (ganz besonders Craftbier-Neulinge) erhalten trinkbare, gefällige Biere, die dennoch einem hohen qualitativen wie kreativen Anspruch genügen.

IPA, Porter und Stout werden natürlich weiterhin angesagt sein. In der Neuinterpretation der eigenen kulturellen Basis liegt für deutsche Spezialitäten-Szene aber die große Chance, im internationalen Vergleich eine eigenständige Richtung zu etablieren.

Braukunst Live! 2018 - Meister der Braukunst treffen Liebhaber guten Geschmacks

Alkoholarme und -freie Leichtbiere – ein neuer Trend?

Herr Wallygusto und ich wissen es schön längst, aber alkoholfreie Biere sind „the next big thing“!
Bei uns hat alkoholarmes- und freies Bier schon immer einen festen Platz im Kühlschrank. Denn egal ob zum Grillen oder bei der abendlichen Bar-Tour: Diese Biere passen perfekt, wenn man gerne ein Bier trinken, dabei aber auf (zuviel) Alkohol verzichten möchte.

Großes Potential haben künftig aber auch geschmacklich überzeugende, alkoholarme Leichtbiere. Als Beispiel seien das Hop Junkie von Crew Republic (3,4% Alc./Vol.) oder das Hopfenspiel von Trumer, mit nur 2,9% Alc./Vol., genannt.

Alkoholarme und -freie Leichtbiere sind handwerklich extrem anspruchsvoll zu brauen, da Alkohol ein Geschmacksträger ist. Diese Biere sind eine große Chance für die Brauer. Daher greift die Braukunst Live! dieses Thema bewusst auf.

Frauen brauen

Die Brau-Szene wird von Männern dominiert, Ladys sind stark unterrepräsentiert. Ob jedoch in der Biersommelier-Ausbildung von Doemens, im Bereich der akademischen Brauer-Ausbildung der international renommierten TU München oder vor Ort in den Sudhäusern: Tanja Leidgschwendner (Brauerei im Eiswerk) und Ulrike Genz (Schneeeule Berlin) belegen, dass auch Frauen in der kreativen Bierszene Hervorragendes leisten. Beide könnt Ihr auf der kommenden BKL treffen. Das interessante Thema “Power- und Brauer-Frauen“ wird auf der Braunkunst Live durch Masterclasses aufgegriffen.

Weitere Informationen zur Braukunst Live sowie Öffnungszeiten und Eintrittspreise findet Ihr auf der www.braukunst-live-muenchen.de.

Großbritannien Unterwegs

Cardiff | Eine Reise nach Wales (4)

15. Januar 2018
Cardiff | Travel Guide

Cardiff ist nicht nur Hauptstadt, sondern auch die bevölkerungsreichste Stadt von Wales. Nach den ruhigen Tagen im Becon Breacon Nationapark sorgt sie bei Herrn Wallygusto und mir für einen regelrechten Kulturschock! Nicht nur, dass wir wieder von (zu) vielen Menschen und Autos umgeben sind, auch die vielen obdachlosen Jugendlichen und Junkies, die vor fast jedem Laden liegen, stimmen uns nachdenklich. Da wir aber nur eine Nacht in der Stadt bleiben, schieben wir diese negativen Aspekte zur Seite und versuchen uns ganz unvoreingenommen auf die Sehenswürdigkeiten von Cardiff einzulassen.

Sehenswertes

Neun Kilometer nördlich von Cardiff geht es schon gut los: Hier befindet sich mit der normannischen Ringburg Caerphilly Castle eine der beeindruckendsten mittelalterlichen Burgen in Europa. Sie ist nicht nur die größte Burganlage in Wales sondern nach Windsor Castle Großbritanniens zweitgrößte Burg. Zusammen mit einer lärmenden Schulklasse machen wir uns auf Entdeckungsreise durch das 12 Hektar große Gelände.

Caerphilly Castle | Wales

Auf dem Weg nach Cardiff legen wir auch einen kurzen Stopp beim Castell Coch ein. Die pittoreske Anlage liegt an einem bewaldeten Berghang im Tal des River Taff nördlich von Tongwynlais, etwa 9 km nordwestlich der walisischen Hauptstadt. Wenn es jemals Märchenschlösser gegeben hat, dann war Castell Coch definitiv eines! Der walisische Name dieses Märchenschlosses bedeutet übersetzt Rote Burg.

Castell Coch | Wales

Cardiff verfügt über eine ganze Reihe von Parks, die zum Spazieren und Verweilen einladen. Der Hauptpark ist der Bute Park, der nördlich von einer der Haupteinkaufsstraßen an die Queens Street grenzt. Durch sein umfangreiches Wegnetz wird die Innenstadt mit dem nördlichen Teil der Stadt verbunden. Wie es sich für einen ordentlichen Park gehört, verfügt auch der Bute Park über große Wiesenflächen und viele Sitzbänke.

Bute Park in Cardiff | Wales

Im Herzen der walisischen Hauptstadt befindet sich das Cardiff Castle, dass im 12. Jahrhundert auf den Überresten eines römischen Kastells entstand. Sein Baustil weist antike, mittelalterliche und gotischen Einflüsse auf. Mit der Animal Wall gibt es gleich nebenan eine weitere Sehenswürdigkeit zu bewundern. Die „Tiermauer“ mit ihren 15 Skulpturen ist eine verrückte Kreation von William Burges, einem bekannten englischen Architekten und Designer des 19. Jahrhunderts. Beim Vorbeigehen bekommt man leicht das Gefühl, beobachtet oder gar angesprungen zu werden.

Cardiff Castle | Wales

Die Cathedral Road ist die schönste und besterhaltenste viktorianische Straße in Cardiff. Kein Wunder also, dass sich hier ein Hotel und B & B ans andere reiht – so wie unsere Unterkunft. Es lohnt sich aber auch Seitenstraßen, wie beispielsweise die Ryder Road, zu erkunden.

Viktorianische Straßen in Cardiff | Wales

Viktorianische Straßen in Cardiff | Wales

Essen & Trinken

Kaum in Cardiff angekommen, macht sich die Lust auf einen Cappuccino und ein Stück Kuchen bemerkbar. In der Nähe unserer Unterkunft stoßen wir nach kurzer Zeit auf eine Filiale von Coffee #1. Der Cappuccino ist ordentlich, ebenso wie Vanillecroissant und Beeren-Joghurt-Törtchen.

Coffee #1 in Cardiff | Wales

Das Mochin Du ist ein gälischer Pub mit einem tollen Biergarten. Hier stellen wir das erste Mal fest, dass in Wales nicht nur Berge Namen haben, die Touristen aus Deutschland nicht aussprechen können. Auch das Bier entpuppt sich als wahrer Zungenbrecher! Das heißt auf Walisisch nämlich Cwrw! Na, alles klar? ;-)

Das gälisch Pub Mochin Du in Cardiff | Wales

Ein moderner, schöner Pub in der Innenstadt ist das Glassworks. Die Auswahl an Bier ist wie gewohnt groß und durch die großen Glasscheiben lässt es sich super Leute beobachten.

Zapfhähne im Glassworks in Cardiff | Wales

Das Goat Major ist eines der ältesten Pubs in Cardiff und berühmt für seine Pies – nicht umsonst nennt man sich selbstbewusst “The perfect pub for a pie and a pint”. Wir haben uns unter einer Pie zwar etwas anderes als Eintopf mit Deckel & Pommes vorgestellt, satt & zufrieden sind wir danach aber trotzdem.

Vegetarische Pie im Goat Major in Cardiff | Wales

Zum Frühstück gibt es knuspriges Granola mit Erdbeeren & Joghurt und heißes Porridge mit Honig im Brava. Beide Frühstücksklassiker schmecken uns wirklich sehr gut. Das Croissant konnte uns aber leider nicht überzeugen, dafür die netten Jungs im Service umso mehr.

Frühstücki im Brava in Cardiff | Wales

Frühstücki im Brava in Cardiff | Wales

Einkaufen

In Cardiffs ältester Einkaufspassage, der Royal Arcade, stoßen wir auf den Shop von Science Cream, wo mit Hilfe vom flüssigem Stickstoff köstliche Eiscreme hergestellt wird. Wir können Euch Better Than Snickers und Cookie Dough mit kleinen Pretzel-Stücken wärmstens empfehlen. In der liebevoll restaurierten Passage aus dem Jahr 1856 gibt es aber noch eine Vielzahl anderer individueller Cafés und Läden zu entdecken.

Science Cream in Cardiff | Wales

Beim Bummel durch den Cardiff Central Market finden wir einen Stand mit frischen Welsh Cakes. Die kleinen Pfannkuchen werden klassisch mit Zimt und Rosinen zubereitet. Bei Cardiff Bakestones gibt es aber auch noch viele andere Varianten, zum Beispiel Chocolate Chips. Ein Rezept für Welsh Cakes findet Ihr auf dem Blog Freibeuter Reisen: Nicole hat sich während ihres Urlaubs in Wales nämlich auch in diese walisische Köstlichkeit verliebt.

Cardiff Market | Wales

Welsh Cakes bei Cardiff Bakestones | Wales

Bevor es weiter zur nächsten Ferienwohnung geht, decken wir uns bei der Hot Pantry Bakery mit einem großen Brot ein. Da wir deutsches Sauerteigbrot und Vollkornbrot schon jetzt vermissen, fällt unsere Wahl auf das Multiseed Bread. Das Brot mit den vielen Haferflocken auf der Kruste vermittelt uns zumindest rein optisch, das Gefühl, gesund zu sein. Natürlich bestätigt sich dieser erste, gute Eindruck nicht: Auch dieses Brot schmeckt leider nur nach Luft. Dank eines guten Toasters gelingt es uns dann aber doch, ihm ein wenig Geschmack einhauchen.

Hot Pantry Bakery in Cardiff | Wales

Schlafen

Wie bereits erwähnt, liegt unsere Unterkunft an der wunderschönen Cathedral Road. Herr Wallygusto hat das kleine Appartement im Artisan Quarter auf Expedia entdeckt und wegen der guten Lage nicht lange mit der Buchung gezögert: Cardiff Castle ist in nur 15 Minuten Fußweg zu erreichen, und auch die Cardiff University und das National Museum Wales sind lediglich 2 km entfernt. Das Appartement ist sehr sauber und verfügt über eine gut ausgestattete Küche, Fernseher und das gewohnt kostenlose WLAN.

Viktorianische Straßen in Cardiff | Wales

Liste der oben genannten Lokale & Unterkünfte und deren Adressen

Wer jetzt Lust auf einen Urlaub in Wales bekommen hat, sollte unbedingt auch meine anderen Reiseberichte lesen:

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Dezember

5. Januar 2018
Lieblingslinks Dezember

Keine Ahnung, was Ihr so im Dezember gemacht habt, aber Herr Wallygusto und ich waren mit Plätzchen backen und dem Verzehr der selbigen beschäftigt. Außerdem haben wir den ein oder anderen Christkindlmarkt besucht und dabei jede Menge Glühwein getrunken. Aber auch ansonsten haben wir es uns kulinarisch so richtig gut gehen lassen!

  • Für den Plätzchenteller habe ich ein paar Schokokrossies mit Erdnussbutter gemacht – natürlich schmecken diese Teilchen nicht nur zu Weihnachten! 😉
  • Hast Du den Gin Deines Lebens schon gefunden? Falls nein, brauchst Du keine Angst zu haben: Der Gin-Hype geht auch 2018 weiter!
  • Eine absolute Empfehlung: Das köstliche indische Essen im Electric Elephant Restaurant! Ganz besonders gut hat uns der marinierte rote Blumenkohl geschmeckt. Was uns auch gefallen hat: Das Ambiente ist für München untypisch entspannt – das und die verstecke Lage könnten auch der Grund sein, dass für einen Samstagabend sehr wenig los war!
  • In der Crowbar stellen wir fest, dass es um die Kneipenszene in München doch nicht so schlecht bestellt ist, wie wir bisher immer dachten. Bei 22 verschiedenen Craftbieren im Angebot fällt uns die Auswahl erst einmal schwer, probiert haben wir letzten Endes den Märzenbock “La Dolce Vita” von Varionica und “Habemus Cervesiam Smokey Double” (Achtung – sehr süffig!!!) von der Munich Brew Mafia.
  • Im Leben braucht man Ziele – und darum soll es dieses Jahr mal wieder auf eine Mehrtages-Hüttentour gehen. Klar sind die Thannheimer Berge nicht das ganze große Abenteuer. Mich, die nicht gerne mit Fremden in einem Zimmer schläft, kostet es aber einiges an Überwindung.
  • Dass man kein Braumeister sein muss, um ein richtig geiles Bier zu kreieren, beweisen Franz von Tilmans Biere & Max von Yankee & Kraut: Die beiden sympathischen Typen sind bei ihrer jeweiligen Brauerei normalerweise für die Vermarktung zuständig, haben also mit dem eigentlichen Brauen nix am Hut. Nun präsentieren sie mit Sidekick ein hammerhartes Imperial Stout mit nachtschwarzer Optik.
  • Als Herr Wallygusto & ich noch in der Münchner Maxvorstadt gewohnt haben, hatten wir hier unser 2. Wohnzimmer: Nach 18 Monaten Sanierung sind das Café Puck & die alte Bahnhofsuhr endlich wieder zurück!

Was hat Euch im Dezember bewegt? Welche Blogs habt Ihr besucht, in welchen Lokalen gespeist? Verratet es mir!

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | November

1. Dezember 2017

Im November war er leider vorbei, der goldene Herbst! Und, was ich persönlich ganz schlimm finde, man verlässt das Haus im Dunkeln und kommt abends im Dunkeln wieder nach Hause. Ich kann es ehrlich gesagt jetzt schon kaum erwarten, bis es endlich wieder Frühling wird: Es ist einfach viel schöner zu sehen, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht. Außerdem ist das Wetter freundlicher und wärmer. Aber jammern hilft ja nicht, man muss das Beste aus jeder Jahreszeit machen. In unserem Falle war das Spazierengehen, Geld in eine neue Craftbier-Kneipe investieren und neue Restaurants ausprobieren. Und Ihr, wie macht Ihr Euch die kalte Jahreszeit schön?

  • Mein Lieblingsbrauer Tilman Ludwig & der Geyerwally-Wirt Maximilian Heisler eröffnen ein Kneipe im Münchner Schlachthofviertel. Frei nach dem Motto “Frisches Bier” soll aus 14 Zapfhähnen wechselndes Bier aus Bayern und der ganzen Welt ausgeschenkt werden. Klar, dass Herr Wallygusto und ich uns am Crowdfunding für dieses tolle Projekt beteiligt haben. Wer mag, kann selbst noch noch bis 07.12.2017 ein paar Moneten in frisches Bier investieren!
  • Japan rutscht in unserer (immer länger werdenden) Bucket List wieder ein Stück nach oben! Schuld daran ist der kulinarische Reisebericht über Streetfood in Tokyo auf TYFE.
  • Schon gewusst? Im Nymphenburger Schlosspark in München wohnen Käuzchen: Herr Wallygusto und ich haben leider keines in Natura gesehen, so dass wir uns leider mit einem Video der putzigen Käuzchen begnügen müssen.
  • Ines beglückt uns in ihrer Münchner Küche mit flammenden Herzen: Herr Wallygusto und ich durften diese glücklicherweise persönlich verkosten und sind seitdem große Fans des feinen Sandgebäcks aus dem Schwäbischen.
  • Guckt Ihr auch so gerne Filme, in denen es um’s Essen geht? Meine kulinarischen Lieblingsfilme sind Kiss the Cook, Choclat & Mallory. Noch mehr Sehenswertes zum Thema kochen findet Ihr bei den Gourmistas unter dem passenden Motto Was zu Naschen holen, zurücklehnen und genießen!
  • Obwohl Hashtags wie #notjustsad und #ausderklapse großes mediales Interesse für dieses wichtige Thema geweckt haben, werden sie leider immer noch nicht richtig verstanden. Auch ist vielen Menschen nicht klar, dass man keineswegs schwach ist, wenn man Depressionen hat: Sie machen sich oft einfach mehr Gedanken als andere.
  • Nach einem vorzüglichem mexikanischem Abendessen im vegetarischen Blitz Restaurant ging es Mitte November auf das Konzert von TORRES. Und das war nicht von dieser Welt: TORRES’ Bühnenpräsenz ist sehr eigen, die Stimme einfach unglaublich! Und Strange Hellos ist ein Ohrwurm der Extraklasse – zumindest für mich!
Großbritannien Unterwegs

London kulinarisch | Eine Reise nach Wales (2)

24. November 2017
London Foodie Guide für Vegetarier

Eines gleich vorweg: Die englische Küche ist besser als ihr Ruf! Und wer mit Fish & Chips oder Sunday Roast nichts anfangen kann, der weicht auf eines der vielen indischen oder chinesischen Restaurants aus, die es in London gibt. Oder besucht eines der Restaurants von Jamie Oliver oder Ottolenghi: In London gibt es eine Vielzahl ambitionierter Köche, die hohe Qualität auch zu erschwinglichen Preisen bieten. Wir haben uns auf jeden Fall nicht schwergetan, während unseres Aufenthaltes satt und glücklich zu werden.

Ich brauche eigentlich nicht zu erwähnen, aber selbstverständlich gehört ein Besuch in einem „Public House“, kurz Pub genannt, zu einem gelungenen Abend dazu. Die Auswahl ist dabei wirklich unbeschreiblich – auch wenn es inzwischen leider immer weniger traditionsreiche Pubs in London gibt. Viele gehören zu den großen Ketten wie beispielsweise J D Wetherspoon oder Nicholson’s.

Natürlich haben wir während unseres Aufenthaltes nicht nur gegessen und getrunken, sondern auch Londons zahlreiche Sehenswürdigkeiten bewundert. Und nach fünf sehr ereignisreichen Tagen in der Hauptstadt des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland ging es mit dem Mietwagen zuerst in Richtung Brecon Breacons Nationpark. Die weiteren Stationen unserer Reise waren:

Pubs in London | London kulinarisch

Schlafen

Herr Wallygusto bucht für uns über Airbnb ein kleines, aber feines Serviced Appartement im Chelsea Cloisters. Es besteht aus einem großen Wohn-/Schlafzimmer mit gut ausgestatteter Küchenzeile und einem kleinen Bad mit Fenster. Außerdem gibt es kostenloses WLAN. Die Räume sind zwar etwas in die Jahre gekommen, aber sauber und gemütlich. Praktisch ist auch der Concierge, der die Übergabe des Schlüssels kinderleicht macht. Das Appartement verfügt zudem über eine gute Verkehrsanbindung, der Hyde Park sowie etliche Lokale sind fußläufig erreichbar. Unsere Unterkunft ist zwar nicht zu vergleichen mit dem Ritz, aber ideal für einen kurzen Städtetrip.

The Ritz | London kulinarisch

Essen

Gut los geht es schon beim Frühstück! Zwar sind von unserem Appartement etliche Cafés und Pubs fußläufig erreichbar, der Bequemlichkeit halber nehmen wir dieses aber entweder bei Muriel’s Kitchen oder The Good Life Eatery ein. In Muriel’s Kitchen werden dem hungrigen Gast neben Avocado & poached Egg on Sourdough Toast (einfach köstlich!!!) auch reichhaltiges Oat And Berry Muesli und Porridge serviert. Für den süßen Zahn gibt’s hausgemachte Scones mit Clotted Cream und Marmelade. Cappuccino und Filterkaffee sind sehr gut, die Preise angemessen.

Frühstück in Muriel's Kitchen | London kulinarisch

In der The Good Life Eatery frisst Herr Wallygusto endgültig einen Narren (im wahrsten Sinne des Wortes 😉) an Porridge – die glutenfreie Variante mit Reismilch, Beerenkompott & Mandeln ist aber auch wirklich unverschämt lecker! Aber auch die riesige Granola Bowl mit milchfreiem Kokosjoghurt hat definitiv Suchtpotential. Meine ganz persönliche kulinarische Entdeckung – ja sowas kann man auch in einem „Fresslokal“ machen – ist eine Art spanischer Cappuccino mit gesüßter Kondensmilch!

Frühstück bei The Good Life | London kulinarisch

Fragt nicht warum, aber ich irgendwie habe ich mir im Vorfeld unserer Reise eingebildet, dass ich in Chinatown essen gehen möchte. Schließlich befindet sich in dem Gebiet rund um Lisle Street und die zur Fußgängerzone umgestaltete Gerrard Street eine der größten Chinatowns außerhalb Chinas. Hier findet man fast ausschließlich chinesische Läden, Handwerksbetriebe und Restaurants. Chinesische Schriftzeichen zieren Straßenschildern und Reklame, und sogar Telefonhäuschen und Mülleimer sind mit Drachen und anderen Motiven dekoriert. Beiden zahlreichen Lokalen ist es schwer, sich einen Überblick zu verschaffen und es wundert daher nicht, dass wir mit dem Boa & Noodle (16 Lisle St ) daneben greifen. Aber ansprechende Bilder von exotischen Speisen und viele chinesische Gäste sind halt kein Garant für gutes Essen – zumindest nicht, was unseren Geschmack angeht. Immerhin kommen wir hier das erste (und wahrscheinlich letzte Mal) in den Genuss von mit Custard (Vanillesauce) gefüllten chinesischen Knödeln.

Boa & Noodle in Chinatown | London kulinarisch

Die Lust nach Burgern und englischem Craft Beer treibt uns gleich zweimal in eine der inzwischen 3 Filialen des Draft House – wobei wir uns einmal rein auf die Aufnahme von Flüssigkeit beschränken. Das Draft House in der Nähe der Tower Bridge ist ein modernes Pub, dass junges, hippes Publikum ebenso anzieht wie ältere Herren im Businessanzug. Die Auswahl an Craft Beer ist hier aber auch wirklich unverschämt gut, es gibt etliche Sorten vom Fass und zusätzlich einen großen Kühlschrank mit Flaschen. Unsere Veggieburger sind groß, von ordentlicher Qualität und kosten montags nur die Hälfte.

Burger essen im Draft House | London kulinarisch

Wenn wir schon in London sind, müssen wir natürlich auch ein indisches Lokal ausprobieren. Unsere Wahl fällt aufgrund der guten Bewertungen auf KHAN‘s of Kensington. Wie wir es von zuhause gewöhnt sind, können wir zwischen vielen vegetarischen und veganen Vor- und Hauptspeisen wählen. Darunter auch einige für uns neue Gerichte wie beispielsweise kleine Kartoffelpuffer mit Minze auf einem Bett aus würzigen Kichererbsen. Die Curries sind scharf und insgesamt auch gar nicht schlecht, lassen jedoch ein wenig Raffinesse vermissen. Insgesamt können unsere hohen Erwartungen, die wir aufgrund unserer Erfahrungen in Glasgow und (vor allem) Edinburgh hatten, nicht erfüllt werden.

Das Kua’Ania ist laut eigener Aussage DAS legendäre Burger und Sandwich Restaurant aus Hawaii. Die vegetarischen Burger sind auf jeden Fall üppig und sehr schmackhaft. Die Fritten im Huli-Style sollen würzig sein, sind aber leider nur mäßig spannend und zu kalt. Dafür kommt das eigens für Kua’Ania eingebraute Draught Da Big Chief Pilsner sehr süffig daher. Wir verlassen das bunt mit Surfer-Zeugs eingerichtete Lokal satt und zufrieden.

Burger im Kua’Ania | London kulinarisch

Trinken

Während unseres Spaziergangs durch Wapping, am Nordufer der Themse, entdecken wir Londons vermutlich ältestes Pub, The Prospect of Whitby. Seine Geschichte lässt sich bis auf das Jahr 1520 zurückverfolgen. Früher ein berüchtigter Treffpunkt für Seeleute, Diebe, Schmuggler und Piraten, zählte es später aber auch berühmte Schriftsteller wie Charles Dickens zu seinen Gästen. The Prospect of Whitby gehört übrigens zu einer weiteren großen Kette, nämlich Greene King.

The Prospect Of Whitby | London kulinarisch

In das Waterloo Tap stolpern wir eher zufällig, denn eigentlich sind wir schon auf dem Weg nach Hause, als wir das bunte Treiben hinter den großen Glasfenstern entdecken. Die Einrichtung ist einfach, die Auswahl des Biers dafür nicht: Insgesamt 24 Biere vom Fass (19 Keg, 5 Fass) werden hier ausgeschenkt. Das Publikum ist bunt gemischt und aufgeschlossen: Schon nach kurzer Zeit werden wir von ein paar Londoner in eine interessante Diskussion über die (sozialen) Unterschiede zwischen England und Deutschland verwickelt.

Die modernen Craft Beer Bars von Brew Dog sind uns schon aus Glasgow und Edinburgh als zuverlässige „Wasserlöcher“ bekannt. Das Lokal in Sheperd’s Bush macht hier keine Ausnahme: Wir haben die Qual der Wahl zwischen diversen Bieren aus der eigenen sowie diversen anderen Brauereien. Letzten Endes entscheiden wir uns für das pinke Blitz Raspberry und ein IPA namens LIVE East Coast Crush. Und weil die Auswahl der Biere gar so anstrengend war, gibt’s noch ein Portion knuspriger Crack Fries mit Pfeffer.

Brew Dog | London kulinarisch

Ein richtig gemütliches Pub ist The Old Red Cow. Das Local Beer House gegenüber des Smithfield Markets hat nach eigener Aussage mit das größte Angebot an Craft Beer in London. Die Speisekarte liest sich ebenfalls sehr gut. Da es aber noch früher Nachmittag ist, entscheiden wir uns schweren Herzens gegen eine Mahlzeit.

Im John Snow in Soho stoßen wir mit einem Pint auf unseren letzten Abend in London an. Erfreulicherweise werden hier die Biere der traditionellen Brauerei Samuel Smith ausgeschenkt. Als großer Fan von Stouts muss ich natürlich gleich das malzige Extra Stout probieren. Meine Freude ist verständlicherweise groß, als ich einige Monate später bei Liebick-Getränke – einem der Getränkemarkte unseres Vertrauens – einige Biersorten von genau dieser Brauerei im Regal entdecke.

Liste der oben genannten Lokale & Unterkünfte und deren Adressen

Deutschland Unterwegs

Berlin | Impressionen 2017

17. November 2017

Das erste Mal war ich kurz nach der Wende auf Klassenfahrt in Berlin: Meine Erinnerungen beschränken sich aber auf die Nofretete, das Hard Rock Café und ein wahnsinnig luftiges Brot in einem indischem Restaurant. Mein zweiter Besuch war geprägt von viel Kultur, Flohmärkten und Berliner Weiße mit Schuss. Beide Male war ich von der deutschen Hauptstadt aber sehr begeistert.

Als Herr Wallygusto und ich unsere erste, kleine Hochzeitsreise dort verbrachten, waren wir sehr enttäuscht: Zu laut, zu voll und zu asozial wirkte es auf uns, dieses Berlin. Nach drei Tagen waren wir dann auch fast froh, wieder in’s beschauliche Dorf München zurück zu kehren.

Trotzdem haben wir diesen Sommer nicht lange gezögert, als unsere Lieblingsband Arcade Fire eines von nur zwei Deutschland-Konzerte für Berlin ankündigte! Schnell waren Eintrittskarten gekauft, Flugtickets gebucht und eine bezahlbare Unterkunft im schönen Stadtteil Prenzlauer Berg gefunden. Und was soll ich sagen? Die Liebe zu Berlin wurde neu entfacht!

Impressionen Berlin

Essen

Wer in Berlin nicht zum Frühstücken in ein Café geht, verpasst etwas: Der liebevoll belegte Peanut Butter & Banana Toast und das süße Nutella Bun im Okay Café in Neukölln sind göttlich. Aber auch das portugiesisch inspirierte Frühstück im LOLA was here im Prenzlauer Berg kann uns begeistern. Nicht ganz so überzeugend sind die gegrillten Sandwiches im NOTHAFT SEIDEL CAFE (ebenfalls Prenzlauer Berg). Immerhin gefällt uns die Einrichtung dort ganz gut: Mit Shabby Style kriegt man mich halt immer.

Frühstücken in Berlin

Die Markthalle Neun in Kreuzberg lockt nicht nur mit frischem Obst und Gemüse, sondern ist auch für ein Stück frische Pizza auf die Hand gut. Dazu trinken wir erfrischendes hausgemachtes Ginger Ale und Craftbier der Berliner Mikrobrauerei Heidenpeters. Zwischendurch gönnen wir uns im Rausch Schokoladenhaus kleine Happen aus feinstem Nougat. Das ist eine Leistung, die wahrlich Beachtung verdient: Schließlich platzt der Laden vor Naschereien schier aus allen Nähten.

Essen auf die Hand in Berlin

Auch beim Abendessen lassen wir es uns so richtig gut gehen: Beobachtet von hässlichen Goldfischen verspeisen wir in der gemütlichen Carabao Bar im Kreuzberger Kiez knusprige vegetarische Frühlingsröllchen und scharfe Thai Curries. Im Marooush in Kreuzbergs Mitte gibt’s ein 1a Falafel-Sandwich, das lange satt und glücklich macht. Für eine große Auswahl an klebrig-süßen Nachtisch sorgt die Kilicoglu Baklavaci Kotti gleich gegenüber.

Baklava in Berlin

Trinken

Wer gerne Craftbier trinkt, ist in Berlin genau richtig: Mit Oliver Lemke ist hier auch ein deutscher Brau-Pionier ansässig. Der Besuch eines seiner drei Brauhäuser lohnt sich – probiert unbedingt das India Pale Ale!

Die Anfahrt zur etwas ab vom Schuss gelegenen Stone Brewery lohnt sich: Brauerei und Restaurant in einem ehemaligen Gaswerk in Marienstadt sind schlicht und ergreifend beeindruckend. Und die Craftbiere haben eine hohe Drinkability! Die Amerikaner wissen halt, wie’s geht!

Ebenfalls einen Besuch wert ist das BRLO Brwhouse am Gleisdreieck, gebaut aus 38 gebrauchten Überseecontainern aus aller Welt. Somit ist es mobil sowie temporär und kann an jedem beliebigen Ort wieder aufgebaut werden. BRLO ist übrigens der alt-slawische Ursprung von Berlin.

Bier trinken in Berlin

Highlights

Absolutes Highlight ist natürlich der Besuch des Arcade Fire – Konzertes auf der Kindl-Bühne Wuhlheide. Wobei schon allein die unter Denkmalschutz stehende Freilicht-Spielstätte in Form eines Amphitheaters absolut sehenswert ist!

Ansonsten lassen wir uns ein wenig treiben und spazieren durch verschiedene Berliner Kieze. Besonders angetan haben es uns die vielen Altbauten mit ihren bunten Cafés und kleinen Geschäften. Weniger gut gefällt uns die IGA Berlin 2017 auf dem Geländer der Gärten der Welt: Irgendwie ist uns nicht immer ganz klar, was jetzt zur Internationalen Gartenausstellung gehört und was immer da ist. Alles in allem werden wir mit dem Konzept einfach nicht recht warm. Und natürlich statten wir auch dem KaDeWe und der East Side Gallery einen Besuch ab.

Impressionen Berlin

 

Lieblingslinks Magazin

Lieblingslinks | Oktober

3. November 2017
Lieblingslinks Oktober

Der Oktober wird – zumindest im Hause Wallygusto – kulinarisch vom Kürbis bestimmt. Außerdem wieder ganz groß: Der Wunsch alles stehen und liegen zu lassen & für unbestimmte Zeit auf eine einsame Alm zu verschwinden. Lacht nicht, aber irgendwann wird uns der ganz große Rappel packen! ;-)

  • Das Internet feiert das Münchner Oktoberfest – unter den besten Tweets zur Wiesn findet sich auch einer von Wallygusto. ;-)
  • Kürbis kann nicht nur Suppe sondern kann auch gut mit Pasta. Besonders gut macht sich das Gewächs als feuriges Kürbis-Pesto.
  • Unser letzter Jazzabends ist schon ewig her! Zeit, dass zu ändern – vielleicht mit einem Besuch des neuen Münchner Jazzclubs Jazzkombinat?
  • Bis zur Adventszeit ist es zwar noch ein bisschen hin, Jasmin hat auf ihrem Blog aber trotzdem schon mal passende Adventskalender für Foodies gesammelt.
  • Die neue Bio-Bewertungsgrundlage für Feste wie das Oktoberfest in München ist unserer Meinung nach die Augenwischerei des Monats: Es ist einfach ein Unding, dass zukünftig Fleisch aus Massentierhaltung, solange es regional produziert wurde, Bio-Produkten in der Bewertung gleichgestellt werden kann.
  • Das kleine Uhrmacherhäusl in der Gietlstraße soll wieder aufgebaut werden! Es scheint also tatsächlich noch so etwas wie Gerechtigkeit zu geben!
  • Eine liebe Kollegin hatte vor Kurzem Geburtstag und hat uns mit einer köstlichen Ricetta Caprese al Limone beglückt.
  • Peggy hat diesen Sommer den Stecker gezogen: Auf ihrem Blog schildert sie, wie das #sommeroffline auf der Rötalm in Südtirol war.
  • Im Oktober waren Herr Wallygusto und ich mal wieder in Südtirol unterwegs: Bei strahlendem Sonnenschein haben wir es uns dort mit Schlutzkrapfen, Pizza & Kastanienbier vom Gassl Bräu so richtig gut gehen lassen.
  • An Halloween haben wir uns nicht nur richtig gegruselt, sondern auch lecker gespeist: Käsespätzle & dunkles Bier vom Maierbräu schmecken im urgemütlichen Wirtshaus Hohenwart besonders gut.
bayerisch Magazin München Restaurants

Schiller Bräu | Ludwigvorstadt

23. Oktober 2017
Schiller Bräu | Ludwigvorstadt

Die großen Brauereien Münchens kennt jedes Kind – und das weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Kein Wunder, ist doch das Münchner Hell im Großen und Ganzen eine recht gefällige Biersorte. Das Augustiner ist gar so beliebt, dass in heißen Sommern regelmäßig das Leergut ausgeht, die lückenlose Versorgung also nicht immer gegeben ist. Umso schöner ist es, dass es inzwischen eine ganze Reihe kleinerer Brauereien gibt, die dem Einheitsgebräu ordentlich Paroli bieten – laut tz gilt München sogar als „bayerische Mekka der Craft Biere“ . Darum wundert es auch nicht, dass seit Juni 2017 mit dem Schiller Bräu eine weitere, kleine Brauerei in der bayrischen Landeshauptstadt gibt.

Der junge Gastronomiebetrieb – bestehend aus Hausbrauerei, Wirtshaus und Hotel – ist Teil der familiengeführten Lindner Group, einem Bauunternehmen aus Arnstorf, zu der auch eine kleine, aber stetig wachsende Hotelkette mk | hotel gehört. Ursprünglich für die Mitarbeiter der Lindner Group als hochwertige, zentrale Unterkünfte während ihren Dienstreisen gedacht, werden die Zimmer inzwischen auch Reisenden und Touristen aus aller Welt angeboten.

Herr Wallygusto und ich haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, dass Schiller Bräu kurz nach der Eröffnung auf Herz und Nieren zu prüfen.

Schiller Bräu | Ludwigvorstadt

Drinnen

Die Einrichtung des Schiller Bräu ist eine gelungene Mischung aus modernen und rustikalen Elementen. Ein absoluter Blickfang ist der kupferne Sudkessel, in dem die naturtrüben Bierspezialitäten hausgebraut werden. Das Publikum ist bunt gemischt: Hier sitzt jung neben alt und Touristen neben Einheimischen.

Speisekarte

Die Speisekarte verspricht traditionelle Leibspeisen wie aus Omas Küche. Für Vegetarier bedeutet das eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten wie z.B. Obazda mit ofenfrischer Brezn, Essigknödel, Käsespätzle, Weißbiergraupensotto (sogar vegan) und Waldrahmschwammerl mit Brezenknödel. Ergänzt wird die Standardkarte durch „Oma’s Wochenklassiker“.

Schiller Bräu | Ludwigvorstadt

Biere

Weit interessanter als die Speisekarte sind die hausgebrauten Biere, bei deren Herstellung viel Wert auf die die sorgfältige Auswahl und regionale Herkunft der verwendeten Rohstoffe gelegt wird. Hier die vier Standardsorten im Überblick:

  • Schep’s
    Der Schep’s erhält seine rötlich-braune Farbe und Vollmundigkeit durch eine spezielle Malzmischung und Aromahopfengabe. Toll ist, dass hier trotz niedrigem Alkoholgehalt echter Biergenuss geboten wird.
  • Helles
    Die traditionelle goldgelbe Bierspezialität ist naturtrüb und vollmundig im Geschmack mit sehr feinen Hopfenaromen.
  • Dunkles
    Das ehrliche dunkle Exportbier gefällt mit kräftigen Malz- und feinen Röstaromen.
  • Weißbier
    Mein absoluter Favorit ist aber das bernsteinfarbene Weißbier! Mit seinem intensiven Geruch nach Nelken-, Bananen- und Erdbeeraromen sucht es wirklich seinesgleichen!

Zusätzlich zu den oben genannten regulären Bierspezialitäten werden monatlich wechselnde Sondersude angeboten. Je nach Saison gibt‘s dann beispielsweise eine leichte Sommer-Weiße mit dem kecken Namen „Dorfratschn“ oder das Festbier „Schützenkönig“.

Anstich der Monatsbiere ist jeder erste Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr in der Braustube. Ausgeschenkt wird, bis das Fass leer ist. Damit Ihr auch wisst, welchen Monat es welches Bier gibt, hat das Schiller Bräu einen Bierkalender online gestellt.

Geschmack

Wie so oft entscheide ich mich auch im Schiller Bräu für Käsespätzle! Die Portion sieht auf den ersten Blick recht übersichtlich aus, ist aber auch für einen guten Esser wie mich eine Herausforderung und letzten Endes nur schwer zu bezwingen. Im Nachhinein bin ich echt froh, dass es nicht automatisch einen kleinen Salat als Beilage dazu gibt. Die Spätzle werden nicht nur mit Bergbauernkäse – der schön würzig ist – überbacken, sondern können auch mit einer cremigen Sauce aufwarten. Die Röstzwiebeln sind lecker und könnten ruhig ein wenig großzügiger vorhanden sein.

Service

Unsere männliche Bedienung ist sehr freundlich und aufmerksam. Erstaunlicherweise stellt er sich uns sogar mit Namen vor und verspricht, den ganzen Abend für uns da zu sein – das kenne ich sonst nur aus amerikanische Restaurants. In einer bayrischen Wirtschaft ist mir das bisher noch nie passiert!

Preise

Vegetarische Vorspeisen – die sogenannten „ Mongdratzerl“ – kosten im Schiller Bräu zwischen € 5,75 und € 8,95, für Hauptspeisen bezahlt man maximal € 13,00. Die Halbe Bier gibt’s für € 3,90 bzw. € 4,10.
Wer sich beim Bier übrigens nicht entscheiden kann, bestellt sich ein „ProBIERtragerl“ für € 4,50 und bekommt fünf Sorten hausgebrautes Bier in der praktischen Probiergröße von 0,1 Liter.

Fazit

Nach bisher drei Besuchen im Schiller Bräu kann ich zweifelsfrei eine Empfehlung aussprechen – und zwar egal, ob es um Service, Essen oder Trinken geht!

Adresse: Schillerstr. 23, 80336 München