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Chutney

Buchvorstellungen Eingemachtes Lieblingsrezepte

Zwetschgen-Chutney mit Korinthen | Natürlich einmachen | Buchvorstellung

29. September 2016
Einfach einmachen - Zwetscheng-Chutney mit Korinthen

Wenn ich an Eingemachtes denke, fällt mir als erstes der süße Kürbis meiner Oma ein – den gab es in meiner Kindheit immer in Kombination mit Mehlspeisen. Wie genau dieser Kürbis nun zubereitet oder was für ein Gericht das genau war, weiß ich heute leider nicht mehr – viel zu lange sind diese schönen, süßen Zeiten schon vorbei. Auch ist meine liebe Oma inzwischen verstorben, so dass ich sie nicht mehr nach ihrem Rezept fragen kann.

Zeit genug also, das Thema Einmachen endlich selbst anzugehen! Zu recht viel mehr als ein paar Gläsern Chutney hat es nämlich bisher leider nicht gereicht. Schon erstaunlich, denn eigentlich esse ich wirklich sehr gerne Marmelade oder süß-sauer eingelegtes Gemüse. Klar kann man diese Dinge auch ganz einfach und schnell im Supermarkt kaufen – was ich auch viel zu häufig tue. Aber man sollte dabei nicht vergessen: Nur frisch ist besser und gesünder.

Da ich mit diesem Denken nicht allein bin, kommt Einmachen inzwischen langsam wieder voll in Mode. Und zum Glück gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Büchern zu diesem Thema. Eines, dass auch für Anfänger wie mich sehr geeignet scheint, ist Natürlich einmachen von Anna Spreng.

Einfach-einmachen-Zwetschgen-Chutney mit Korinthen
Autor

Anna Spreng war früher Hauswirtschaftslehrerin und ist Gärtnerin aus Passion. Ihr Spezialgebiet ist das Haltbarmachen von Lebensmitteln, das sie auch in Kursen weitergibt.

Optik

Auf 189 Seiten bietet Natürlich einmachen geballtes Einmachwissen: Einsteiger werden so rasch vertraut mit den verschiedenen Einmachmethoden, für Leute mit Praxis ist es ein nützliches Nachschlagewerk. Das Hardcover ist mit einem Format von 185 x 240 mm schön handlich, die Aufmachung generell sehr hochwertig. Der positive Eindruck setzt sich beim Durchblättern von Natürlich einmachen (Leseprobe) fort: Viele Schritt für Schritt-Fotos zeigen, wie die Rezepte zubereitet werden, große Rezeptfotos machen Lust aufs Ausprobieren. Insgesamt finden sich in Einfach eingemacht 47 ganzseitige Foodfotos und 192 Step- und Produktfotos, also ein Kochbuch ganz nach meinem Geschmack!

Natürlich einmachen - FONA Verlag

 

Aus dem Inhalt

  • Die besten Einmachmethoden Step by Step
  • Kochend einfüllen Früchte und Beeren für Konfitüren, Saft, Sirup, Gelee, Kompott, Püree und Chutney
  • Sterilisieren Früchte, Gemüse, Pilze
  • Milchsäuregärung Gemüse
  • Trocknen – Dörren Früchte, Gemüse, Kräuter, Pilze
  • Tiefkühlen Früchte und Gemüse
  • Vorräte überwintern Früchte, Gemüse, Kräuter, Nüsse
  • Aromatisieren von und mit Salz, Öl und Essig

Rezepte

Ich habe mich bisher nie wirklich viel mit dem Einmachen beschäftigt – die bereits erwähnten Chutneys, zählen da ja auch eher nicht. Daher bin ich sehr erstaunt, wie viele Möglichkeiten es tatsächlich gibt, die Ernte aus dem Garten, Gesammeltes aus dem Wald und Wiese oder Saisonangebote vom Markt zu konservieren – Trocknen, Dörren, Pasteurisieren oder eben süß-sauer Einmachen. Sirup aus Holunderblüten, Zwetschgen dörren oder Lagergemüse überwintern sind dabei nur drei von Dutzenden von Rezepten/Anleitungen zum Haltbarmachen von Lebensmitteln.

In Natürlich einmachen wird jede Konservierungsart ausführlich und leicht verständlich vorgestellt – dabei kommen keinerlei Zusatzstoffe zum Einsatz! Da dabei auch schonend mit den Lebensmitteln umgegangen wird, werden die Kriterien einer modernen, vitalstoffreichen Ernährung erfüllt. Ergänzend gibt es noch einen nützlichen Saisonkalender, Hinweise zum Zeit und Energieaufwand, genauen Angaben zur Lagerdauer und den benötigten Utensilien.

Kurzprofil

Titel: Natürlich einmachen Beeren, Obst, Gemüse und Kräuter haltbar machen
Autor: 
Anna Spreng
Herausgeber:  FONA Verlag
ISBN:  978-3-03780-588-6
Preis: € 29,90

Ausprobiert

Weil ich inzwischen ein großer Fan von Zwetschgen bin, habe ich mich für das Zwetschgen-Chutney mit Korinthen entschieden. Außerdem passt das bestimmt ganz hervorragend zum heiß & innig geliebten Ziegenkäse. Oder zu Brie.  Oder Romadur. Das Rezept wird kurz und verständlich erläutert, die Zubereitung geht mir somit schnell und ohne Probleme von der Hand. Ich würde nur das nächste Mal die Zwetschgen etwas kleiner schneiden, denn beim Kochen sind die Stücke nicht richtig zerfallen und sind so auf dem Käsebrot etwas sperrig. 😉

Einfach einmachen - Zwetscheng-Chutney mit Korinthen
Zutaten

  • 1 kg Zwetschgen, halbiert und entsteint, Stielansatz keilförmig entfernt
  • 250 g Zwiebeln, geschält und fein gewürfelt
  • wenig frischer Ingwer, geschält und fein gewürfelt
  • 12 schwarze Pfefferkörner
  • 150 g Vollrohrzucker
  •  1 TL gelbe Senfkörner
  • Zimtstange
  • Gewürznelken
  • 200 ml Rotweinessig
  • 150 g Korinthen oder Rosinen

Zubereitung

Alle Zutaten aufkochen und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren dickflüssig einkochen; das hat bei mir etwa 40 Minuten gedauert. Zimtstange entfernen.

Heißes Zwetschgen-Chutney in sterilisierte, noch heiße Gläser füllen und anschließend sofort verschließen.

Fazit

Natürlich einmachen ist ein rundum praktisches Buch, dass meiner langsam erwachenden Lust auf das Einmachen noch mehr Feuer gibt! Schade nur, dass unsere Vorratskammer zu klein ist, um einen richtig großen Vorrat an Marmelade, Chutney und Essiggürkchen anzulegen.

Vielen Dank an den FONA Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Birnen-Chutney mit Rosmarin & Chili 

23. Oktober 2015

Soll ich Euch mal was verraten? Ich hasse Obst! Ihr habt richtig gelesen: Während andere kiloweise Äpfel, Ananas, Mango und ähnliches vertilgen, mache ich einen großen Bogen um all diese bunten Früchte. Ich bin eben ein richtiger Kostverächter – und das schon seit frühster Kindheit. Gemüse war irgendwie immer schon lieber, ich liebe nichts mehr zum Knabbern als Gemüsesticks und fruchtige Tomaten zur Brotzeit. Kleine Ausnahmen gibt es natürlich: Außer Bananen und im Sommer ein paar Erdbeeren, Himbeeren und Weinbergpfirsichen verzehre ich wirklich keine nennenswerten Mengen an Obst. Mit Zwetschgen habe ich letztes Jahr meinen Frieden geschlossen, Pflaumen waren dieses Jahr dran. Und Äpfel und Birnen nehme ich nur als Mus oder auf / in Kuchen zu mir. Oder eben als Chutney!

Dieses Birnen-Chutney mit Rosmarin und Chili passt hervorragend zu würzigen Käse und bringt durch seine dezente Schärfe wieder Schwung auf Euer Käsebrot. Die Idee für dieses Chutney stammt übrigens von Essen & Trinken. Ich habe jedoch statt Thymian Rosmarin verwendet.

Außerdem kommt das Birnen-Chutney mit Rosmarin und Chili jetzt – zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung – zu spätem Ruhm: Die liebe Britte von Brittas Kochtopf – Irrungen und Wirrungen in der Küche hat sich beim Blog-Event CXXXIV Konservieren auf kochtopf.me Rezepte zum Einmachen von Lebensmitteln gewünscht.

Birnen-Chutney mit Rosmarin & Chili

Zutaten für 4 Gläser (ca. 180 ml)

  • 1 Zitrone
  • 1 kg mittelreife Birnen
  • 1 großes Stück Ingwer (ca. 25 g)
  • 200 g Rohrohrzucker
  • 200 ml Weißweinessig
  • 2 kleine getrocknete Chilis
  • 2 Zweige Rosmarin
  • Salz

Zubereitung

Zitrone auspressen, Chilis zerkrümeln.

Birnen waschen, vierteln und entkernen. Fruchtfleisch in 1/5 cm große Würfel schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und beiseite stellen.

Ingwer schälen und fein würfeln. Rosmarin waschen, trocken tupfen, Nadeln abstreifen und groß hacken.

Rohrohrzucker in einem großen Topf hellbraun karamellisieren. Mit Weißweinessig ablöschen und bei mittlerer Hitze solange köcheln, bis sich der Karamell auflöst.

Birnen, Ingwer, Rosmarin, Chili und 2 Prisen Salz in die Zucker-Weißweinessig-Mischung geben und aufkochen. Nun bei mittlerer Hitze bei gelegentlichem Rühren ca. 45 Minuten kochen. In der Zwischenzeit kleine Einmachgläser desinfizieren.

Fertiges Chutney in die Gläser füllen, mit dem Deckel verschließen, umdrehen und auf dem Deckel stehend auskühlen lassen.

Blog-Event CXXXIV - Konservieren (Einsendeschluss 15. September 2017)

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel

Quitten-Chutney mit Chili 

9. Oktober 2015

Neben Senf passt nichts so gut aufs Käsebrot wie Chutney. Seit der erste Versuch mit dem Apfel-Salbei-Chutney so gut funktioniert hat, bin ich überzeugte und begeisterte Herstellerin der dicken Würzsoßen, die übrigens ursprünglich aus Indien stammen.

Eigentlich sollte es ja diesmal ein Chutney mit Birnen werden, aber als wir im Fruchtmarkt unseres Vertrauens Quitten entdeckten, musste ein neues Rezept her. Dem Smartphone sei Dank wurden wir bei Dorothée & ihrem Blog Bushcooks Kitchen schnell fündig! Das Quitten-Chutney mit Chili sagte uns sofort zu und so landeten die dicken, gelben Früchte ganz schnell in unserem Einkaufskörbchen.

Es handelt sich hierbei übrigens um eine absolute Premiere: Ich habe nämlich niemals zuvor Quitten probiert.  Kaum zu glauben, handelt es sich doch bei der Quitte um eine traditionelle Frucht, die noch dazu voller Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor steckt. Eine wahre Nährstoffbombe also, diese gelbe Frucht!

Das Chutney mit Quitten und Chili schmeckt angenehm scharf und passt somit ganz hervorragend zu kräftigen, würzigem Hartkäse aber auch zu reifem Camembert.

Außerdem kommt auch das Chutney mit Quitten und Chili jetzt – zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung – zu spätem Ruhm: Die liebe Annika hat sich für ihr Kulinarisch auf Vorrat – Blogevent Rezepte zum Haltbarmachen von Lebensmitteln gewünscht.

Chutney mit Quitten & Chili

Zutaten für 4 – 5 Gläser (ca. 180 ml)

  • 1 kg Quitten
  • 250 g Zucker
  • 2 TL Salz
  • 3 Schalotten
  • 1 Stück Ingwer (ca. 4 cm)
  • 2 scharfe Chilischoten
  • 250 ml Apfelessig
  • 1 Stange Zimt
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Quitten waschen und eventuell vorhandenen Flaum abreiben, dann schälen und entkernen. Anschließend in sehr kleine Würfel schneiden und mit 200 g Zucker und Salz vermischen. Quitten-Zucker-Mischung ca. 1 Stunden stehen lassen, damit sie Flüssigkeit ziehen kann.

In der Zwischenzeit Schalotten und Ingwer schälen und ebenfalls sehr klein würfeln. Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden.

Schalotten mit den restlichen 50 g Zucker in einer Pfanne leicht karamellisieren lassen.

Nun Schalotten, Ingwer, Chili, Essig und Zimt zu den Quittenwürfeln geben. Einmal aufkochen lassen und dann Quitten bei sehr kleiner Hitze und geschlossenem Deckel weich kochen. Anschließend das Chutney ohne Deckel langsam einkochen lassen. Da es leicht an brennt, sollte Ihr es gegen Schluss regelmäßig umrühren!

Am Schluss mit Salz, Zucker, Pfeffer abschmecken und Zimtstange entfernen.

Das noch heiße Chutney in saubere, sterilisierte Einmachgläser füllen und sofort verschließen.

An einem dunklen, kühlen Ort hält das Chutney mindestens 1 Jahr.

Kulinarisch-auf-Vorrat

Eingemachtes Lieblingsrezepte Mitbringsel Vegan

Apfel-Salbei-Chutney | Produkttest 

27. Oktober 2014

Einer der Blogs, den ich schon seit langem regelmäßig lese, ist Alice im kulinarischen Wunderland. Auf sie aufmerksam geworden bin ich aufgrund dieses leckeren Apfel-Salbei-Chutney. Zwischenzeitlich durfte ich nicht nur die liebe Alice persönlich kennenlernen – ich bekam sogar ein Glas dieses herrlichen Chutneys überreicht!

Eigentlich wollte ich das Apfel-Salbei-Chutney schon vor einem Jahr (!) selbst kochen, aber wer mich kennt, weiß auch um meine Faulheit. Außerdem beschränkten sich meine Erfahrungen mit dem Einkochen bisher auf einen ziemlich leckeren Rhabarber-Sirup.  Zugegeben, der Weg dahin war ein wenig steinig, den die Zubereitung wollte erst beim 2. Mal klappen.

Da ich mich durch so etwas nicht entmutigen lasse – natürlich 🙂 – gibt’s dieses tolle Rezept nun auch bei mir! Ich habe es nahezu 1:1 von Alice übernommen. Da ich mich für eine vegane Variante entschieden habe, kam lediglich statt Honig alternativ Agavendicksaft zum Einsatz.

Vielen Dank an dieser Stelle an Alice und Dorothèe, die das Originalrezept auf Ihrem Blog bushcooks kitchen veröffentlicht hat. Ihr seid sehr inspirierend, ehrlich! 🙂

Apfel-Salbei-Chutney-3

Zutaten für 4 – 5 Gläser (ca. 180 ml)

  • 1 kg leicht säuerliche Äpfel (z.B. Braeburn)
  • 400 g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 500 g Gemüsezwiebeln
  • 300 ml Apfelessig
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 1 Zimtstange
  • 1 Handvoll frische Salbeiblätter

Zubereitung

Äpfel schälen, entkernen, klein würfeln und in einen großen Topf geben.

300 g Zucker und das Salz dazu geben und alles gut miteinander vermengen. Nun die Mischung etwa 1 Stunde ziehen lassen, bis sich einiges an Flüssigkeit gebildet hat.

Gemüsezwiebeln schälen und ebenfalls klein würfeln. Zusammen mit dem übrigen Zucker in einer Pfanne karamellisieren.

Salbeiblätter in feine Streifen schneiden.

Restliche Zutaten zu den Äpfeln geben und aufkochen lassen. Nun auf niedriger Stufe so lange köcheln, bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist.

Fertiges Chutney in sterilisierte Schraubgläser füllen und verschließen.

Arla Bergbauern Produkte

Das Apfel-Salbei-Chutney schmeckt übrigens ganz hervorragend auf Käsebrot! Da trifft es sich gut, dass Herr Wallygusto und ich die Bergbauern-Produkte von Arla testen durften: Bergbauern Alpkäse und Bergbauern Bergkäse. Für die Herstellung dieser Käsespezialitäten wird nur die beste Heumilch von den Arla Bergbauernhöfen im Allgäu verwendet. Uns haben beide Varianten sehr gut geschmeckt, auch wenn der Alpkäse etwas reifer und der Bergkäse pikanter hätte sein können. Aber wir lieben eben auch kräftigen Käse. Mehr Informationen gibt’s auf www.arla-bergbauern.de.

Vielen Dank an dieser Stelle an Arla, die mir den Käse kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung bleibt davon natürlich wie immer unbeeinflusst.

Einkaufen Magazin

Scharfes Kürbis-Chutney

8. Dezember 2011

Auf diese Köstlichkeit bin ich auf einem Streifzeug durch das Angebot von DaWanda gestoßen. Dort gibt es nämlich nicht nur witzigen Schmuck sondern auch – sagen wir mal – „Delikatessen“. Angeboten wird es vom Verkäufer Gutes-mit-Liebe-selbstgemacht. Und dass da Liebe drin ist, kann man wirklich schmecken. 🙂

Schön fruchtig schmeckt’s, das Chutney, und passt hervorragend auf Käsebrot. Unter dem Pseudonym verbirgt sich übrigens die Familie vom Lindenhof, die dort bereits in der 4. Generation Obst & Gemüse anbaut. Alle Produkte werden (soweit möglich) aus eigenem Obst & Gemüse hergestellt. Auch eignene Eier von glücklichen Hühnern dürfen da natürlich nicht fehlen. Angeboten werden nebem besagtem Chutney u.a. Marmeladen (die ich leider noch nicht testen konnte) und jetzt zur Weihnachtszeit allerlei Plätzchen. Ich seh schon, ich seh schon…da muss ich demnächst nochmal was bestellen!

Zutaten: Eigene Kürbisse, knackiges Gemüse vom eigenen Wochenmarktstand, frisches Obst, feine Gewürze