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Compound Gin selbst anzusetzen

26. Februar 2021

Unabhängig von guten Vorsätzen und dem Dry January haben Herr Wallygusto und ich ab Mitte Januar Fastenzeit. Für 6 Wochen verzichten wir auf Alkohol und raffinierten Zucker, was die Waage auch immer wohlwollend honoriert. Dieses Jahr fiel mir der Verzicht schwerer als sonst, die Lust auf dick gefüllte Krapfen hat mich sogar bis in meine Träume verfolgt. Aber die Zeit der Entbehrung ist nun vorbei und ich freue mich jetzt umso mehr auf den ersten Drink mit unserem selbst hergestellten Compound Gin.

Gin aus der Badewanne

Ja, Ihr habt richtig gelesen: Nach dem Brotbacken ist die Herstellung von Gin unser neuestes kulinarisches Steckenpferd. Ich wäre von selbst ja nie auf die Idee gekommen, aber dann lag Weihnachten ein liebevoll zusammengestelltes Starter Kit auf meinem Gabentisch.

Beim Compound Gin handelt es sich, ebenso wie beim Destilled Gin, um ein Herstellungsverfahren und nicht um einen bestimmten Gin-Stil. Das von uns praktizierte Mazerationsverfahren gehört zu den ältesten Ideen der Ginherstellung und wird auch als „Bathtub Gin“ bezeichnet. Der Name kommt daher, dass damals billigster Gin in schmutzigen Hinterzimmern wortwörtlich in der Badewanne hergestellt wurde. Keine Sorge, Ihr müsst Eure Badewanne jetzt nicht mit Gin fluten, ein paar leere Milchflaschen reichen aus.

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Gut Gin will Weile haben

Aber während Destilled Gin aufwendig mit verschiedenen Botanicals destilliert wird, ist die Herstellung von Compound Gin um einiges einfacher. Zwar werden auch hier Gewürze (die sogenannten „Botanicals“) in neutralen Alkohol eingelegt (mazeriert) um die eingeschlossenen Aromen herauszulösen. Der angesetzte Gin wird danach aber noch mehrfach destilliert. Deshalb ist dieser Gin klar, während für Compound Gin eine goldene Farbe typisch ist.

Dabei kommt es weniger auf den Aufwand, als auf die Geduld an: Die Wacholderbeeren lassen sich nämlich bitten und geben nur langsam das typische Ginaroma ab. Andere Gewürze kommen daher auch erst später dazu, da ansonsten das gewünschte Wacholderaroma nicht deutlich genug hervorkommen würde. Ein kleiner Trost: Nach der Mazeration ist der Compound Gin schon fertig und wird nicht, wie Destilled Gin, ein weiteres Mal bearbeitet oder destilliert. Die Herstellungsmethode ist also ganz leicht und kann auch von Laien durchgeführt werden.

Mein Tipp

Sollte Euch der gute alte Gin & Tonic zu langweilig sein, probiert doch einfach mal Gurken-Minz-Koriander-Cooler oder Negroni aus!

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2 Kommentare

  • Antworten
    Barbara
    26. Februar 2021 at 15:30

    Ich mazeriere ja auch gerne, da gibt’s eine Menge tolle Ideen und man kann sich austoben. An Gin hätte ich dabei nie gedacht (außer Sloe Gin, den mache ich seit Jahren selber). Tolle Idee, das überlege ich mir. Wacholderbeeren habe ich nämlich noch da. :-)

    • Antworten
      Karin
      2. März 2021 at 9:20

      Gin solltest Du unbedingt probieren! Wir sind von dem Ergebnis total angetan! Hicks. :-)

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