Großbritannien Unterwegs

Südengland – unsere TOP 5 Highlights

10. September 2018
Travel Guide | Unterwegs in Südengland - das sind unsere Highlights!

Seit Herr Wallygusto und ich vor einigen Jahren das erste Mal gemeinsam einen Fuß auf die britische Insel gesetzt haben, war es um uns geschehen: Damals verliebten wir uns unsterblich in Edinburgh. Unsere Leidenschaft begann aber schon viel früher: Bei mir vor 25 Jahren, als ich mit einer lieben Freundin das erste Mal in London war. Und bei Herrn Wallygusto während seines Praktikums in Dublin – in seinem Fall also nicht Großbritannien, sondern Irland. Same-same but different. ;-)

Nachdem wir die letzten Jahre schon fleißig Schottland und Wales bereist haben, stand dieses Jahr Südengland auf unserer Liste. Zugunsten von genug Platz für Campingequipment und kulinarische Souvenirs entschieden wir uns für die Anreise mit dem eigenen PKW und der Fähre.

Disclaimer: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit DFDS, die uns für die Überfahrt von Dünkirchen nach Dover freundlicherweise einen Rabatt gewährt haben. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Meine Meinung bleibt davon unberührt, und ich teile mit euch nur, was ich für interessant halte.

Anreise mit dem eigenen PKW

Um die Anreise von München zum Fährhafen nach Dünkirchen ein wenig abzukürzen, planen wir einen kurzen Zwischenstopp in Aachen ein. Schließlich wollten Herr Wallygusto und ich schon lange mal das Printenmädchen kennenlernen. Da wir in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen mit DFDS sammeln konnten, entschieden wir uns schnell wieder für „Europas beste Reederei“. Die Ärmelkanal Fähren DELFT SEAWAYS, DUNKERQUE SEAWAYS und DOVER SEAWAYS absolvieren täglich 12 Fahrten nach Südengland. Dank Bordrestaurant und Shop ist die Fahrt recht kurzweilig. Wir landen also nach zwei Stunden Fahrt entspannt in Dover, wo wir alsbald unseren Road Trip starten.

Travel Guide | Unterwegs in Südengland - unsere persönlichen Highlights

In Etappen durch Südengland

Südengland hat viel zu bieten: Herr Wallygusto und ich wandeln auf den Spuren von König Arthur, wandern durch verzauberte Hochmoore und trinken unglaublich süffiges Ale. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich Euch etappenweise an diesen traumhaften Erlebnissen in Südengland teilhaben lassen:

  • Brighton
  • New-Forrest-Nationalpark
  • Dartmoor-Nationalpark
  • Dorset & Devon
  • Cornwall
  • Sussex

Südengland – unsere persönlichen Highlights

Um Euch schon im Vorfeld ein wenig neugierig zu machen, habe ich mal unsere persönlichen Highlights zusammengefasst:

Cornish Pasty – die Entdeckung des Urlaubs

Schon beim ersten Biss in die heiße Cornish Pasty steht für Herrn Wallygusto und mich fest: „Das haben wir nicht zum letzten Mal gegessen!“. Die Füllung der Teigtaschen mit der charakteristisch dicken Kruste besteht typischerweise aus Rindfleisch, Kartoffeln, Steckrüben, Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Inzwischen gibt es auch viele vegetarische und vegane Varianten, zum Beispiel mit Kichererbsen.
Pasty war früher nicht nur wegen ihres guten Geschmacks und ihres hohen Stättigungsfaktors eine beliebte Mahlzeit der Bergleute. Sie diente auch als vorbeugende Maßnahme gegen Arsenvergiftung: Bergleute kamen während des Arbeitstages nicht zum Waschen an die Oberfläche und mussten mit schmutzigen Händen essen. Um also das giftige Arsen, das beim Zinnabbau freigesetzt wird, nicht mitzuessen, hielten sie die Teigtaschen an der bereits erwähnten dicken Kruste, während sie den Inhalt der Teigtasche aßen. Die verunreinigte Kruste warfen sie anschließend einfach weg.

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Cream Tea & die Frage “Wohin mit der Marmelade?”

Erst die Marmelade oder die Creme? Kaum zu glauben, aber wie die Engländer zum Tee ihren Scone essen, ist regional tatsächlich unterschiedlich. Während man in Devon das Gebäck erst mit Clotted Cream und dann mit Erdbeerkonfitüre bestreicht, ist es in Cornwall genau anders herum. Wie dem auch sei: Herr Wallygusto und ich lassen uns bei jeder Gelegenheit den englischen Nachmittagstee schmecken! Dabei verpassen wir es leider, die deftige Variante mit Cheese Scones und Chutneys auszuprobieren. Aber vielleicht verschlägt es uns ja bald wieder nach England, um dieses Versehen nachzuholen!

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Das Dartmoor – verzauberte Moorlandschaft

Was ich im Vorfeld am Dartmoor besonders reizvoll fand, war die Aussicht auf Dartmoor Ponies. Die robusten und freundlichen Tierchen leben in mehr oder weniger großen Herden halbwild im rauen Dartmoor. Leider ist auch diese Haustierrasse inzwischen vom Aussterben bedroht: Weltweit geht man von einem Bestand von nur noch 3.000 Tieren aus. Schnell merke ich jedoch, dass das Dartmoor auch ohne Gletscher und beeindruckende Berge landschaftlich einiges zu bieten hat! Die Hügellandschaft des etwa 954 km² großen Granitmassiv ist vornehmlich von Moor und Heide bedeckt, welche von einer Vielzahl sogenannter Tors überragt werden. Diese flachen Wiesenhügel mit den bis zu 10 Metern hohen Granitfelsbildungen (Tor) können teilweise bis auf über 600 Meter ansteigen. Herrn Wallygusto reizen am Dartmoor-Gebiet besonders die zahlreichen Reste bronzezeitlicher Wohnstätten, Feldsysteme und Steinkreise. Auch die charakteristischen Clapper bridges aus dünnen Granitplatten haben durchaus ihren Reiz.

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The Lizard – Englands südlichster Punkt

Ein ganz besonderes Highlight in Cornwall ist die Küstenwanderung auf der Halbinsel The Lizard. Sie führt uns von Cadgwith über den Lizard Point bis hin zum herrlichen Strand Kynance Cove. Immer im Blick: Die malerischen Steilküsten und das tiefblaue Meer. Der Lizard Point ist übrigens der südlichste Punkt der Lizard-Halbinsel und gleichzeitig der südlichste Punkt Englands auf der Hauptinsel Großbritanniens. Zudem markiert Lizard Point die nördliche Einfahrt in den Ärmelkanal und ist der einzige Landpunkt der britischen Hauptinsel, der eine Winzigkeit südlicher als der 50. Breitengrad gelegen ist. Hier ist auch Englands südlichstes Café zu finden– und im Sommer bis zu 2.500 Besucher am Tag.

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Die Pubs – mit und ohne Beergarden

Die Pub-Kultur haben wir bereits ausführlich in Schottland, Wales & London getestet und für gut befunden. Die Auswahl an Bieren vom Fass ist schier unglaublich und auch der sogenannte Pub-Grub ist immer eine Option für eine solide Mahlzeit. Das wirklich Tolle an den Pubs in Südengland ist, dass eigentlich jeder auch einen Beergarden hat, in dem man gemütlich sein Pint trinken kann. Anders als es vielleicht der Name vermuten lässt, darf man kein eigenes Essen mitbringen. Der urigen Atmosphäre tut dies aber keinen Abbruch. Da uns das englische Wetter mit reichlich Sonnenschein verwöhnt, können wir uns mehr als einmal davon überzeugen.

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Und, wie sieht’s bei Euch aus? Macht Ihr auch so gerne in Großbritannien und Irland Urlaub? Welche Tipps habt Ihr für Herrn Wallygusto & mich auf Lager? Immer her damit!

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